Nominiert für das Weltkulturerbe

 

Vom 10. bis 20. Juli 2016 tagt das Weltkulturerbe-Komitee im Kongresscenter in Istanbul, Türkei. Zum 40. Mal wird das Gremium um die Vorsitzende Lale Ülker, Botschafterin für kulturelle Angelegenheiten des Türkischen Außenministeriums, darüber entscheiden, welche Sehenswürdigkeiten und Stätten in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen werden. Insgesamt 26 Stätten sind nominiert, davon neun natürliche, 13 kulturelle und vier gemischte, die sowohl als natürliche als auch kulturelle Sehenswürdigkeiten zählen. 

Die Eröffnungsfeier am 10. Juli 2016 bot den Anlass, dem kulturellen Erbe eine fundamentale Rolle zuzuschreiben, gerade in Zeiten, in denen Terror, Krieg und Gewalt unnachgiebig in den Vordergrund drängen und verheerende Auswirkungen auf Natur und Kultur ausüben. Weltkulturerbe repräsentiert, das wurde während der Eröffnungszeremonie deutlich, internationalen Zusammenhalt, Gemeinschaft und interkulturellen Dialog, den es aufrechtzuerhalten gilt. Die Mission von UNESCO sei daher, so der stellvertretende türkische Ministerpräsident Numan Kurtulmuş in seiner Rede, die gemeinsamen Werte zu verteidigen und den Attacken auf Kulturgut und die Schätze der Natur zu trotzen, nicht nur im politischen Sinne, sondern vor allem mittels Kunst und Kultur.

Weltkulturerbe vereint Nationen und Kulturen

UNESCO-Generaldirektorin Irina Bokova schloss sich dieser Auffassung an und betonte, dass es während der anstehenden Konferenz nicht nur darum ginge, neue Stätten in die Liste des UNESCO-Kulturerbes einzuschreiben, sondern Menschen aus verschiedensten Kulturen und mit unterschiedlichem Glauben durch außerordentliche Errichtungen auf der ganzen Welt zusammenzubringen. „Heutzutage ist das Welterbe ständigen Bedrohungen ausgesetzt. Weltkulturerbe anzugreifen ist gleichsam ein Angriff auf die Geschichte, Identität und menschlichen Werte“, konstatierte die Gremiumsvorsitzende Ülker. „Angesichts dieser Bedrohung müssen wir zusammenstehen.“

Eine Auswahl der 9 nominierten Naturweltstätten