Europäisches Gesamtkunstwerk wiederentdeckt

Die Stiftung Isabel und Balz Baechi verstanstaltet Anfang Oktober 2018 ein Symposium über die Restaurierung der barocken Basilika San Giovanni Battista in Morbegno (Italien)

Auf die Erhaltung von international gefährdeten Wandmalereien hat sich die Zollikoner Stiftung Isabel und Balz Baechi spezialisiert. In Morbegno (Provinz Sondrio, Italien) veranstaltet die Stiftung am 5. Oktober 2018 einen internationalen Kongress über die barocke Basilika San Giovanni Battista. Die Restaurierung brachte ihre architektonische Relevanz und außergewöhnliche Schönheit wieder zum Vorschein.

Basilika
Blick auf die prächtigen Fresken der barocken Basilika San Giovanni in Morbegno (Italien). Foto: Stiftung Isabel und Balz Baechi

 

Die Schweizer Stiftung engagiert sich vorwiegend in Italien. In Morbegno war sie gleich bei zwei Projekten aktiv: im Palazzo Malacrida beiden prächtigen Fresken von Giorgio Coduri und Cesare Ligari und in der Basilika San Giovanni, deren Neuentdeckung nun im Oktober gefeiert wird. Diese wurde zwischen 1680 und 1714 von einem bislang anonymen Architekten erbaut. Der Name des Schöpfers wird als Ergebnis neuester Forschung auf dem Kongress präsentiert. Das riesige Bauwerk entstand an der Grenze der protestantischen und katholischen Konfessionslinie und wurde finanziert von den im Alpenhandel reich gewordenen Adelsfamilien, zu denen der moderne und sparsame Papst Odescalchi aus Como zählte. Damit enthüllen die von Isabel und Balz Baechi seit 2012 finanzierten Restaurierungen in Morbegno nicht nur den schönsten barocken Kirchenraum Italiens, sondern ein europäisches Gesamtkunstwerk als Modell für das, was fünfzig Jahre später nördlich der Alpen entstand.