Das war die denkmal 2018

Am 10. November 2018 endete die Leitmesse für Denkmalpflege, Restaurierung und Altbausanierung „denkmal“ in Leipzig in der bereits 13. Auflage. Mehr als 14.000 Besucher konnten sich dort vom 07. bis 10. November an mehr als 550 Ständen zu Anbietern, Produktlösungen und Weiterbildungsmöglichkeiten sowie Förderprojekte in den Bereichen Instandsetzung, Inventarisierung, Konservierung, Restaurierung, Renovierung und Rekonstruktion informieren. Das hauptsächliche Fachpublikum war aufgrund der zeitgleich stattfindenden MUTEC, der Fachmesse für Museumstechnik, nicht nur interdisziplinär vertreten, sondern zudem erfreulich international – jeder sechste Besucher kam aus dem Ausland

denkmal 2018
Europäische Leitmesse für Denkmalpflege, Restaurierung und Altbausanierung fand vom 08. bis 10. November 2018 statt Foto: Leipziger Messe GmbH / Tom Schulze

Branchentreff auf der denkmal 2018

Die denkmal positioniert sich als europäische Leitmesse in den Themenbereichen Denkmalpflege, Restaurierung und Altbausanierung und versteht sich als internationaler Branchentreffpunkt. Internationale Experten trafen sich auch dieses Jahr auf dem Leipziger Messegelände mit Unternehmen, Institutionen und Handwerksbetrieben aus Denkmalpflege und Restaurierung, um im Rahmen des umfassenden Fachprogramms Geschäftskontakte zu knüpfen, internationale Kooperationen vorzustellen und anzubahnen sowie sich bei über 200 Veranstaltungen weiterzubilden und auszutauschen. Zudem wurden an den Messetagen Angebote speziell zur Berufsorientierung, Informationen zur Aus- und Weiterbildung sowie potenziellen Arbeitgebern angeboten.

Veranstaltungshöhepunkte waren beispielsweise die ICOMOS-Konferenz „A Future for our Recent Past“, die erste gemeinsame Fachtagung des Verbands der Restauratoren und der Restauratoren im Handwerk mit dem Titel „Kulturerbe braucht Restauratoren“ und die Veranstaltungen rund um das 100. Bauhaus-Jubiläum im kommenden Jahr.

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Auf der Messe wurde auch zum kommenden 100 jährigen Bauhaus-Jubiläum informiert

Sharing Heritage – der deutsche Beitrag zum Welterbe-Jahr

Die denkmal-Messe stand in diesem Jahr erneut unter der Schirmherrschaft der UNESCO. Außerdem bildete sie den offiziellen Höhepunkt im deutschen Beitrag zum Europäischen Kulturerbejahr. Erfolgreiche Projekte wurden aus- und vorgestellt und im Sharing-Heritage-Forum diskutiert: In Zusammenarbeit mit Experten und vor einem Fachpublikum wurden dort in Live-Panels Strategien erarbeitet, um die Erfolge der Projekte für zukünftige europaweite weiterführende Arbeiten zu nutzen.

Eröffnet wurde das Forum mit einer Diskussionsrunde zum Thema „Denkmale als Fundament der Baukultur“, an der unter anderem der britische Star-Architekt Sir David Chipperfield teilnahm. Am zweiten Messetag trafen sich Experten aus ganz Europa zum internationalen Panel „Culture for Europe“.

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In Live-Panels wurden beim Sharing-Hertitage-Forum zukünftige Projekte im Bereich Kultur- und Denkmalschutz vorgestellt

Preisverleihungen und Würdigungen

Zeitgleich wurden auf der Messe die Branchenpreise verliehen: Die denkmal-Goldmedaille für herausragende Leistungen in der Denkmalpflege ging an zehn Preisträger, darunter auch an die Deffner & Johann GmbH für die breite Förderung des Expertenaustausches und eine exzellente Präsentation an Restaurierungsbedarf.

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Inhaber und Geschäftsführer Ralph-Uwe Johann von Deffner & Johann mit der denkmal-Goldmedaille für herausragende Leistungen in der Denkmalpflege

Weiterhin wurden die Preisträger der 10. Messeakademie ausgezeichnet sowie die Verleihung des Bernhard-Remmers-Preises, des Bundeswettbewerbs „Europäische Stadt: Wandel und Werte“ und des Denkmalpflegepreises der Handwerkskammer zu Leipzig. Erstmals auf der denkmal-Messe wurde zudem der Peter-Parler-Preis verliehen, der die Leistungen selbständiger Steinmetzmeister und -bildhauer honoriert.

Ergänzendes Angebot für Museumsrestauratoren auf der MUTEC

Zentrale Themen der zeitgleich stattfindenden Fachmesse MUTEC waren Museumstechnik und -ausstattung, Besucherservice, mediale Präsentation, museale Infrastruktur sowie Archivierung und Digitalisierung.

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Das 3D-Lab des Instituts für Mathematik der Technischen Universität Berlin zeigte In einer Sonderschau, welche Anwendungsmöglichkeiten es für 3D-Technologien im Kulturschutz gibt.

Mit diesem Angebot richtet sich die Messe an Betreiber von Museen und Sammlungen, Ausstellungshäusern, Galerien, Archiven und Bibliotheken. Auch Museumsrestauratoren wurden mit Konferenzen und Fachvorträgen zu aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen der Branche angesprochen, darunter die 5. Internationale SiLK-Konferenz „kultur!gut!schützen! – Rettung von Kulturgütern im Gefahrenfall“, die Jahrestagung des Bundesverbands freiberuflicher Kulturwissenschaftler und die Fortbildungstagung des Sächsischen Museumsbunds.