26.03.2023

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Tag der Restaurierung Graz 2023

Diplom-Restaurator Prof. Dr. Paul-Bernhard Eipper in der Restaurierungswerkstätte. Foto: Universalmuseum Joanneum, Graz / Leo Kreisel-Strauß
Diplom-Restaurator Prof. Dr. Paul-Bernhard Eipper in der Restaurierungswerkstätte. Foto: Universalmuseum Joanneum, Graz / Leo Kreisel-Strauß

Heute, am 27. März 2023, findet wieder der Tag der Restaurierung im Universalmuseum Joanneum statt: Fundierte Vorträge rund um aktuelle Themen, neue Erkenntnisse und außergewöhnliche Fallbeispiele spiegeln die Vielfalt an Aufgaben und Herausforderungen der konservatorisch-restauratorischen Praxis in Museen und für Privatsammlungen wider

Der Tag der Restaurierung im Universalmuseum Joanneum in Graz findet jährlich Ende März/ Anfang April statt. Fundierte Vorträge rund um aktuelle Themen aus der Konservierung und Restaurierung spiegeln neue Erkenntnisse und außergewöhnliche Fallbeispiele die Vielfalt an Aufgaben und Herausforderungen der konservatorisch-restauratorischen Praxis in Museen und für Privatsammlungen wider.

Der Tag der Restaurierung 2023 im Universalmuseum Joanneum in Graz

Das Programm beim Tag der Restaurierung 2023 am Joanneum in Graz bildet das breite Spektrum der heutigen Konservierung und Restaurierung ab: Es wird über die Glasmalerei-, Wandmalerei, Skulpturen- und Metall-Restaurierung referiert, die Ergebnisse eines EU-Projektes zur präventiven Konservierung werden vorgestellt und auch über die Maltechnik von Vincent van Gogh, August Deusser und Egon Schiele wird gesprochen.

Das Programm

09:15–9:30 Uhr: Begrüßung
Silvia Millonig (Leiterin der Abteilung Museumsservice, Universalmuseum Joanneum)

Paul-Bernhard Eipper (Leiter des Referats Restaurierung, Universalmuseum Joanneum; Universität für bildende Künste und Design, Bratislava, Abteilung Restaurierung)

09:30–10:00 Uhr
Thomas Köhler (Restaurator, Landeszeughaus, Universalmuseum Joanneum): Die Restaurierung der Harnische der Schweizergarde aus dem Vatikan. Zahlen, Fakten, Daten des 11 Jahre dauernden Projektes der Restauratoren des Landeszeughauses in Graz, 10:00–10:10 Uhr: Diskussion

10:10–10:40 Uhr

Mariia Bakhareva (Referat Restaurierung, Universalmuseum Joanneum)
Der polychrom teilgefasste „Zeller-Grabstein“, 1520, aus dem Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum. Untersuchung, Konservierung und Restaurierung

10:40-10:50 Uhr Diskussion

10:50 – 11:10 Pause
11:10-11:40

Elnara Andrianova (Referat Restaurierung, Universalmuseum Joanneum): Polyvinyl acetate emulsions for artist’s paints. History, formulation and degradation phenomena of PVAc tempera Master Class®

11:40–11:50 Uhr: Diskussion

11:50–12:20 Uhr

Paul-Bernhard Eipper (Referat Restaurierung, Universalmuseum Joanneum; VSVU/AFAD): „Sein Vorbild ist van Gogh!“ Zum Malmaterial und zur Maltechnik des rheinischen Expressionisten von August Deusser (1870‒1942)

12:20–12:30 Uhr: Diskussion

12:30- 13:45 Mittagspause

13:45–14:15 Uhr

Markus Roubrocks (Köln): Der lange Weg zur Anerkennung eines Gemäldes von Vincent van Gogh

14:15–14:25 Uhr: Diskussion

14:25–14:55 Uhr

Andreas Strohhammer (leitender Restaurator, Lentos Kunstmuseum, Linz): Untersuchung des Gemäldes Trude Engel von Egon Schiele

14:55–15:05 Uhr: Diskussion

14:55–15:10 Uhr Pause

15:10-15:40

Markus Krüger, Helmut Pongratz (TU Graz, Institut für Materialprüfung und Baustofftechnologie); Alexander Bergmann (TU Graz, Institut für elektronische Sensor-Systeme ‒ IES): Ergebnisse des EU-Projekts „Preventive solutions for Sensitive Materials of Cultural Heritage“

15:40–15:50 Uhr: Diskussion

15:50–16:20 Uhr

Alexandra Puhr (Wiener Neustadt)

Die Restaurierung der Madonna mit Kind aus der Alten Galerie am Universalmuseum Joanneum

16:20–16:30 Uhr: Diskussion

16:30–17:00 Uhr

Kurt Frosch (Wien)

Zu Egon Schieles Porträt der Mutter (Öl/Papier, 1906)

17:00–17:10 Uhr: Diskussion

17:10 Uhr Ende der Veranstaltung

Information:

Joanneumsviertel, Auditorium, 8010 Graz

Montag, 27. März 2023, 09:15–17:15 Uhr

Teilnahmegebühr: 50 € (Kasse ab 08:45 Uhr geöffnet)

Schüler:innen, Studierende, Personen mit Joanneumskarte: 25 €

Information: Katharina Fochler

Telefon +43 (664) 4108569

Anmeldung: katharina.fochler@museum-joanneum.a

Der nächste „Tag der Restaurierung“ am Universalmuseum Joanneum findet am Montag, 11. März 2024, statt

Blick in die zentrale Restaurierungswerkstatt im Sammlungs- und Studienzentrum (SSZ). Foto: UMJ / J.J.Kucek
Blick in die zentrale Restaurierungswerkstatt im Sammlungs- und Studienzentrum (SSZ). Foto: UMJ / J.J.Kucek

Restaurierung am Universalmuseum Joanneum

 

Das Referat Restaurierung versteht sich als zentrale Beratungs- und Servicestelle für Konservierung und Restaurierung am Universalmuseum Joanneum (UMJ). Leiter der Abteilung ist Prof. Dr. Paul-Bernhard Eipper. Die Zuständigkeit liegt im Bereich der Konservierung und Restaurierung von Gemälden, Skulpturen, Grafiken und Fotos und ist somit hauptsächlich auf den Bereich Kunst beschränkt. Eine schrittweise Erweiterung auf angrenzende Fachgebiete der mobilen Kunst- und Kulturgüter ist vorgesehen. Voraussetzung für die qualitätsvolle Erfüllung der Aufgaben ist unsere fachliche Kompetenz, welche auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft und international anerkannten Standards basiert. Ein besonderes Anliegen ist die gute Zusammenarbeit und Kommunikation mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Sammlungen und Ausstellungshäuser des Universalmuseums Joanneum sowie mit externen Fachleuten, Museen und Sammlerinnen/Sammlern. Ziel ist die Pflege und Konsolidierung des gesamten Bestandes an mobilen Kunst- und Kulturgütern des Universalmuseums Joanneum sowie die Intensivierung des internen Wissens- und Erfahrungsaustausches.

Konservatorische und restauratorische Betreuung

 

Kerngebiete der Aufgaben sind die konservatorische und restauratorische Betreuung der Schausammlungen und Depots, das Schädlingsmonitoring am Universalmuseum Joanneum und die Behandlung von kontaminierten Objekten in sauerstoffreduzierter Umgebung im Studien- und Sammlungszentrum, die Bezustandung und Begleitung des ein- und ausgehenden Leihverkehrs und die Forschung im Bereich der Konservierungs- und Restaurierungswissenschaften. Für Ausstellungen vorgesehene Objekte werden in den museumseigenen Werkstätten präsentationsfähig gemacht. Die fachliche Beratung und Begutachtungen von für Ausstellungen angefragten privaten Objekten durch das Team Restaurierung werden fortlaufend durchgeführt. Die Dokumentation von Ist-Zuständen und von durchgeführten konservatorischen und restauratorischen Maßnahmen ist obligatorisch.

 

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