Restauratorische und technologische Fragen im Fokus

Die neuesten Forschungsergebnisse zu den Kunstschätzen der St. Marienkirche stellen Experten verschiedener Disziplinen am 15. Juli bei einem Studientag zur großen Ausstellung „Bürger, Pfarrer, Professoren. St. Marien in Frankfurt (Oder) und die Reformation in Brandenburg“ vor.

 

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Diese Stadtansicht von Frankfurt an der Oder stammt aus dem Jahr 1548. Holzschnitt aus Sebastian Münsters „Cosmographey“ in: Frankfurt an der Oder, hrsg. vom städtischen Verkehrsamt, Frankfurt/Oder 1936. Foto: Wikimedia Commons

 

Am 15. Juli führen Experten verschiedener Disziplinen im Rahmen des Ausstellungsprojektes „Bürger, Pfarrer, Professoren. St. Marien in Frankfurt (Oder) und die Reformation in Brandenburg“ zu den Schlüsselwerken des 14. bis 16. Jahrhunderts aus der Marienkirche in Frankfurt an der Oder. Bei der Betrachtung der Objekte erschließt sich Frankfurt als märkische Metropole und geistig-kulturelles Zentrum des Spätmittelalters und der Reformationszeit. Die Lebenswirklichkeit der Zeitgenossen, ihre Hoffnungen und Ängste angesichts der Umbrüche der Zeit rücken angesichts dieser Zeugnisse näher.

Ein Schwerpunkt liegt auf restauratorischen und technologischen Fragen

Viele der Werke wurden im Vorfeld der Ausstellung restauriert, und so liegt ein Schwerpunkt neben dem Entstehungskontext und inhaltlichen Aspekten der Werke auch auf restauratorischen und technologischen Fragen: etwa der Restaurierung und Rekonstruktion des grandiosen Gesprenges auf dem mittelalterlichen Hochaltarretabel, den reformationszeitlichen Epitaphien, die der kurfürstliche Hofmaler Michel Ribestein für bedeutende Frankfurter Bürger schuf und deren Qualität nun erstmals wieder zu erleben ist, oder den neu freigelegten mittelalterlichen Wandmalereien in St. Marien.

Das vollständige Programm ist im Internet unter www.reformationsjubilaeum-frankfurt-oder.de im Menüpunkt Veranstaltungen abrufbar.

Um Kunst und Reformation dreht sich auch die Rezension unseres Autors, Diplomrestaurator Boris Frohberg. Er besprach zwei Ausstellungen in Greifswald und Schloss Güstrow. Mehr dazu lesen Sie im Artikel Cranachs Luther