Wie sicher ist das Museum?

Zur Sicherheit digital und mit unbegrenzter Teilnehmerzahl: Corona-bedingt musste in diesem Frühjahr auch die Tagung des Deutschen Museumsbundes zur „Museumssicherheit“  ausfallen. Jetzt wird sie am 23. September 2020 nachgeholt

Der Screenshot aus einem Überwachungsvideo zeigt den Einbruch im Grünen Gewölbe in Dresden im vergangenen Herbst 2019. Foto: Screenshot Polizei Sachsen
Der Screenshot aus einem Überwachungsvideo zeigt den Einbruch im Grünen Gewölbe in Dresden im vergangenen Herbst 2019. Foto: Screenshot Polizei Sachsen

Wie so viele andere Veranstaltungen musste auch die Tagung des Deutschen Museumsbundes zur „Museumssicherheit“ im März coronabedingt ausfallen. An der Aktualität des Themas hat sich dadurch nichts verändert. Deshalb wird die Tagung am 23. September nachgeholt. Dieses Mal sollte es, selbst wenn die Pandemie fortschreitet, nicht zur Absage kommen, denn sie findet komplett digital statt. Das hat zumindest den Vorteil, dass nun jeder, der Interesse hat, teilnehmen kann, während die Teilnehmerplätze im März beschränkt und schnell komplett ausgebucht waren.

Das Tagungsprogramm sieht vor, dass  am Anfang die Frage diskutiert wird, „wie Museen ihre Objekte schützen können und gleichzeitig in gewohnter Weise für die Öffentlichkeit zugänglich bleiben“. Dazu sprechen Marion Ackermann, Generaldirektorin der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz mit dem Präsidenten des Deutschen Museumsbundes Eckart Köhne. Mit Ackermann und Parzinger sprechen zwei von Sicherheitslücken direkt Betroffene, denn in Dresden und Berlin gab es in der vergangenen Zeit große Diebstähle: Aus dem Berliner Bodemuseum wurde 2017 eine einhundert Kilo schwere Goldmünze gestohlen, aus dem Historischen Grünen Gewölbe in Dresden Anfang des Jahres zahlreiche Juwelengarnituren.

Dem Gespräch folgt ein Rückblick auf „Museumseinbrüche im Wandel der Zeiten“. Als Referenten konnte der Museumsbund Carsten Pfohl vom Landeskriminalamt Berlin gewinnen. Pfohl leitet das Dezernat „Qualifizierte Eigentumsdelikte“. Über Risikomanagement in verschiedenen Museen wird Stefan Simon, der Direktor des Rathgen Forschungslabors referieren.

Sicherheit ist in Museen schon immer ein Thema. Doch wie sicher ist das eigene Museum? Diese Frage kann jeder Museumsmitarbeiter anhand eines Sicherheitsleitfadens selbst überprüfen. Die Fragebögen des Leitfadens hat ein Team von drei Museumsspezialistinnen für die Konferenz Nationaler Kultureinrichtungen erstellt. Projektleiterin Alke Dohrmann stellt den Leitfaden vor. Den Abschlussvortrag hält Björn Kupfer vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft.

Geplant sind außerdem Fragerunden mit Sicherheitsexperten aus dem Arbeitskreis „Gebäudemanagement und Sicherheit“ beim Deutschen Museumsbund. Es soll digitale Möglichkeiten geben, die Fragen an die Experten zu schicken.

Melden Sie sich an unter www.museumsbund.de.