13.09.2020

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Baustellenführung

von Ute Strimmer

Dem spätbarocken Stadtpalais des italienischen Hofbaumeisters Leopoldo Retti in der mittelfränkischen Markgrafenstadt Ansbach drohte der Abriss. Jetzt entsteht dort ein neues Museum. Christian Schön vom Förderverein Retti zeigt anlässlich des Tag des offenen Denkmals 2020 in einem Video, was seit dem Start der Umbau- und Sanierungsarbeiten schon alles geleistet wurde


Führung mit Christian Schön durch das Retti-Palais in Ansbach. Der promovierte Kunsthistoriker und Stadtrat zeigt den Sanierungsfortschritt der spätbarocken Stadtvilla. Foto: Tag des offenen Denkmals / Stadt Ansbach / Förderverein Retti / Screenshot
Führung mit Christian Schön durch das Retti-Palais in Ansbach. Der promovierte Kunsthistoriker und Stadtrat zeigt den Sanierungsfortschritt der spätbarocken Stadtvilla. Foto: Tag des offenen Denkmals / Stadt Ansbach / Förderverein Retti / Screenshot

Nur einen Steinwurf von der markgräflichen Residenz entfernt, steht das sogenannte Retti-Palais, ein Barock-Juwel lokaler Baukunst, mitten im mittelfränkischen Ansbach Der spätbarocken Stadtvilla des italienischen Hofbaumeisters Leopoldo Retti drohte der Abriss. Seit 2014 setzt sich Christian Schoen für ihren Erhalt ein und gründete im Januar 2015 den Förderverein Retti. Der promovierte Kunsthistoriker und Stadtrat von Ansbach zeigt anlässlich des Tag des offenen Denkmals 2020, was seit dem Start der Umbau- und Sanierungsarbeiten schon alles geleistet wurde. In einem sechsminütigen Video führt er durch die Räume des Palais. Ein privater Kunstsammler hat das Gebäude gekauft und lässt es sanieren und zu einem Kunstmuseum umbauen. Bis Mitte 2021 wird es eröffnet. Das Ausstellungshaus legt den Schwerpunkt auf die Kunst des 18. Jahrhunderts soll aber auch Brücken in die zeitgenössische Kunst schlagen. Aktuell wird Bauforschung betrieben: Die Geschichte will man bis in die Entstehungszeit in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts zurückverfolgen und wiederherstellen. 1749 wurde es von Leopoldo Retti erbaut – nach französischem Vorbild.

Der „Tag des offenen Denkmals“ wird seit 1993 jährlich veranstaltet. 2020 heisst das Motto „Chance Denkmal: Erinnern. Erhalten. Neu denken.“ Ziel dieser Veranstaltung ist es, das Interesse für kulturelles Erbe, Denkmalschutz und -pflege zu wecken.

Pandemiebedingt werden die Denkmäler am Tag des offenen Denkmals 2020 allerdings erstmals kontaktfrei und rein online präsentiert. Die Deutsche Stiftung Denkmal entschied sich nach intensivem Austausch mit Veranstaltern, Teilnehmern und Besuchern für ein alternatives Angebot der größten Kulturveranstaltung Deutschlands. „Die Stiftung weiß sich mit dieser Entscheidung, die mehr der Vernunft denn dem Herzen folgt, von vielen unterstützt“, erklärt Steffen Skudelny, Vorstand der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. „Wir sehen durchaus die Chance, auch in den Folgejahren das Live-Event durch die in diesem Jahr entwickelten digitalen Formate zu bereichern. Davon profitieren alle Menschen, die aus welchem Grund auch immer nicht persönlich einen Blick ‚hinter die Fassaden‘ werfen können.“

Den Link zum Video finden Sie hier.

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