Weltweit erste Konferenz von Forschungsmuseen

Zum ersten Mal trafen sich im November 2018 internationale Forschungseinrichtungen, um in Berlin ein globales Wissens- und Sammlungsnetz von Forschungsmuseen aufzubauen

GSRM (c) Thomas Rosenthal
Eindrücke von der weltweit ersten Konferenz von Forschungsmuseen in Berlin. Foto: GSRM, (c) Thomas Rosenthal

 

An der weltweit ersten Konferenz von Forschungsmuseen haben vom 4. bis zum 6. November 2018 insgesamt 232 Museumsvertreterinnen und -vertreter von 109 Einrichtungen aus insgesamt 24 Ländern teilgenommen. Tagungsort war das Museum für Naturkunde Berlin. Zum Abschluss unterzeichneten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Erklärung, die unterstreicht, dass Forschungsmuseen rund um den Globus gemeinsam die nötigen gesellschaftlichen Veränderungsprozesse anstoßen können.

Verpflichtung zu einem globalen Wissens- und Sammlungsnetzwerk von Forschungsmuseen

Gleichzeitig verpflichten sich die kultur- und naturhistorischen Museen, ein globales Wissens- und Sammlungsnetzwerk von Forschungsmuseen zu schaffen. In der Erklärung der Vertreterinnen und Vertreter weltweit bedeutender, forschender Museen aus Kunst, Kultur, Geisteswissenschaften, Technik und Natur heißt es: „In Zukunft muss der Dialog zwischen Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft intensiviert werden, um neue innovative Lösungen für die Herausforderungen der modernen Welt unter Einsatz modernster Wissenschaft und internationaler digitaler Infrastrukturen zu entwickeln.“ Sie verstehen sich als „Treiber dieser Entwicklungen“, die ihre Institutionen stärken wollen, um damit ihre „globale Verantwortung für eine bessere Zukunft zu übernehmen und eine nachhaltige Entwicklung der Menschheit und unseres Planeten zu unterstützen“.

Eine Kooperation zwischen Deutschland, Großbritannien und den USA

Organisiert wurde der „Global Summit of Research Museums – das Gestaltungspotenzial der Forschung“ vom Museum für Naturkunde Berlin federführend für die Forschungsmuseen der Leibniz-Gemeinschaft und in Zusammenarbeit mit der Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Weitere Kooperationspartner sind die Smithsonian Institution Washington, das Natural History Museum London und das British Museum, London. Die Konferenz wurde im Rahmen des Aktionsplans Leibniz-Forschungsmuseen finanziert, gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie die Landesregierungen von Bayern, Berlin, Bremen, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz.