Russland restauriert die kubanische Eisenbahn

Dass die Republik Kuba für Russland geopolitisch interessant bleibt, beweist die neueste Investition der russischen Regierung. Während US-Präsident Trump das Land und die Region ignoriert, ist jetzt nach der Unterstützung bei der Modernisierung der Rüstungsindustrie die Eisenbahninfrastruktur dran.

Kubanische Eisenbahn
Triebwagen der Hershey Electric Railway in der Hershey-Station auf Kuba. Foto: Wikimedia Commons/Jezhotwells

 

Premierminister Dmitri Medwedew unterzeichnete ein Dekret, dass die Verabschiedung eines russisch-kubanischen Abkommens gewährleistet. Dieses soll für günstige Bedingungen für russische Unternehmen bei der Sanierung und Modernisierung der Eisenbahn sorgen. Russian Railways International und Cuba Railways werden demnächst einen Vertrag über die Durchführung des Projekts unterzeichnen. Das ist bitter nötig, denn das Zugfahren auf der Karibik-Insel, die bereits 1837 als sechstes Land der Welt eine Eisenbahnlinie anlegte, gleicht einem ungewissen Abenteuer. Fahrpläne des rund 5 000 Kilometer langen Schienennetzes sind eine Rarität, Verspätungen und Ausfälle an der Tagesordnung. Nicht wenige museal anmutende Züge stammen noch aus der DDR oder der alten Sowjetunion.