Nodosaurus-Mumie entdeckt

 

Ein Paläontologie-Museum in Kanada hat einen ganz besonderen Fund in seine Sammlung aufgenommen: Der rund 112–110 Mio. Jahre alte Nodosaurus repräsentiert nicht nur eine neue Spezies seiner Art, sondern ist auch das am besten erhaltene Dinosaurierfossil weltweit.

 

 

Beinahe wartet man nur darauf, dass einem das Dinosaurierfossil jeden Moment zuzwinkert – so lebensecht wirkt der versteinerte Fund. Dabei ist er mit einem geschätzten Alter von 112–110 Mio. Jahren das bislang älteste paläontologische Exemplar aus der kanadischen Provinz Alberta. Das dort errichtete Royal Tyrrell Museum of Palaeontology zeigt den einzigartigen Fund, der Besucher und Wissenschaftler gleichermaßen in Staunen versetzt und das Herzstück einer neuen Ausstellung ist.

 

Während Minenarbeiten gelang der Sensationsfund

Seine Entdeckung gelang im März 2011 bei Grabungsarbeiten nahe Fort McMurray bei Grabungsarbeiten in der Suncor Millenium Mine. Da die Gegend für ihre zahl- und artenreichen Fossilienfunde bekannt ist, setzen sich Wissenschaftler des Royal Tyrrell Museums und ihre Kollegen des Royal Alberta Museums seit Jahrzehnten für den Denkmalschutz ein. Wichtig ist ihnen dabei vor allem die Aufklärung über eine fachgerechte Bergung und Konservierung der Fossilien, die hauptsächlich im Zuge industrieller Arbeiten zutage gefördert werden. Um einen entsprechend Schutz auch tatsächlich zu gewährleisten, kooperieren die Bau- und Minenarbeiter mit den Wissenschaftlern.

 

Rund 7000 Stunden waren für die Konservierung und Dokumentation notwendig

Nach Untersuchungen stellte sich heraus, dass es sich bei dem Fossil um eine neue Spezies des Nodosaurus handelt, das zudem das am besten erhaltene Dinosaurierexemplar weltweit ist. Von der Schnauze bis zu den Hüften sind nicht nur seine Knochen erhalten sondern auch die Haut und sogar der Panzer. Insgesamt dauerte es über 7000 Stunden, in denen der Dinosaurierfund vom umgebenden Gesteinsmaterial freigelegt und für Forschungs- und Ausstellungszwecke konserviert wurde. Auch 3-D-Aufnahmen fertigten die Wissenschaftler hierbei an und setzten nun erstmals auch alle Einzelteile zusammen. Die Forschungsarbeit wurde zudem durch die National Geographic Society unterstützt.