„Ganz anders. Die Reformation in der Oberlausitz“

Als Abschluss des mehrjährigen Vorhabens zur „Rettung des Zittauer Epitaphienschatzes“ eröffnet am Sonntag, den 30.07.2017 eine große Ausstellung in den städtischen Museen Zittau.

Seit 2013 lief das großangelegte Restaurierungsprojekt, das zahlreiche Epitaphien des 16. und 17. Jahrhunderts, die aus Zittaus Kirchen erhalten geblieben sind, umfasst. Diese Kunstwerke aus Holz, Leinwand und Kupfer erinnern aber nicht nur an Zittauer Familien, sondern spiegeln gleichzeitig auch die Alltagskultur vergangener Jahrhunderte und die damalige Glaubenswelt wider. Bis heute gibt es aus der sächsischen Kreisstadt mehr als 80 dieser Gedächtnismale. Präsentiert wird der Epitaphienschatz in der zu diesem Anlass ebenfalls restaurierten Zittauer Franziskanerklosterkirche St. Peter und Paul.

Ein weiteres Ausstellungs-Highlight ist der Nesensche Lutherpokal, der den Städtischen Museen Zittau für die Dauer der Sonderausstellung vom Grünen Gewölbe geliehen wird. Wilhelm Nesen (1493–1524), ein Zeitgenosse Martin Luthers, traf diesen 1521 in Frankfurt und folgte ihm 1523 nach Wittenberg. Der Trinkbecher aus Kristall ist ein Geschenk Luthers an seinen Freund.

Die vielfältige und ungewöhnliche Reformationsgeschichte der Oberlausitz bildet den thematischen Rahmen der Ausstellung.

Ab Sonntag, 30.07.2017, 14 Uhr steht die Ausstellung im Kulturhistorischen Museum Zittau allen interessierten Besuchern offen. Die Schau läuft bis zum 07.01.2018. Weitere Informationen sowie ein kurzes Interview mit Sven Taubert, dem Projektleiter, erhalten Sie in der kommenden RESTAURO-Ausgabe.