Der Wiederaufbau von Aleppo

Trotz des andauernden Kampfes im Kriegsgebiet der syrischen Stadt Aleppo, planen bereits syrische und deutsche Wissenschaftler, mögliche Vorhaben zum Wiederaufbau der historischen Bauten. Die Gerda Henkel Stiftung setzt sich zunehmend für den Erhalt von Kulturgütern insbesondere in Kriegsgebieten ein und stellt knapp 750.000 Euro für Grundlagenforschung zur Gestaltung des Wiederaufbaus von Aleppos historischem Erbe bereit.

 Zitadelle von Aleppo

Portal der Zitadelle von Aleppo. Foto: Dominik Tefert

Mit den Geldern werden zwei Forschungsprojekte unter dem Titel „Die Stunde Null – Eine Zukunft für die Zeit nach der Krise“ unterstützt. Zum einen sollen alle kriegsbedingten Schäden in einer Datenbank dokumentiert und mit den historischen Daten zusammengefügt werden, zum anderen soll ein 3-D-Modell des in weiten Teilen zerstörten Basars Aleppos erstellt werden. Umgesetzt wird dieses Modell an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg. Die Vorhaben bauen auf einer bereits vorhandenen Archivdatenbank am Deutschen Archäologischen Institut und am Museum für Islamische Kunst der Staatlichen Museen in Berlin auf. Dort wurden bisher über 100.000 Fotos, Pläne und Karten syrischen Kulturerbes mit Mitteln des Auswärtigen Amts digitalisiert. Für die Forschungsprojekte haben sich neben syrischen Nachwuchswissenschaftlern und Fachleuten auch deutsche und internationale Experten zu einem breiten Netzwerk zusammengeschlossen.

Erfahren Sie hier mehr über den Wiederaufbau der UNESCO-Welterbestätte Aleppo.