Das Gemeinsame bewahren

Seit 2007 setzt sich die Deutsch-Polnische Stiftung Kulturpflege und Denkmalschutz für das gemeinsame kulturelle Erbe ein. Ein Festwochenende zum 10jährigen Bestehen fand vom 10.–12. November in Berlin, Łomnica (Lomnitz) und Jelenia Góra (Hirschberg) statt.

MIKA-fotografie | Berlin
Die Deutsch-Polnische Stiftung Kulturpflege und Denkmalschutz feiert ihr 10jähriges Bestehen. Zu diesem Anlass fand vom 10.–12. November in Berlin, Łomnica (Lomnitz) und Jelenia Góra (Hirschberg) ein Festwochenende statt – und die Teilnahme war groß. Foto: Maik Schulze, Berlin 2017

 

Viele sakrale und profane Objekte konnten seit der Gründung der Stiftung erfolgreich saniert und restauriert werden. Geschäftsführer Dr. Peter Schabe berichtete u. a. von Schloss Steinort (Sztynort) in der Woiwodschaft Ermland-Masuren, das nur schrittweise dem jahrzehntelangen Verfall entrissen werden kann.

Dass die Pflege von Denkmalen gerade in politisch schwierigen Zeiten auch der Pflege gutnachbarlicher Beziehungen dient, unterstrich in seiner Ansprache Dr. John Ziesemer vom Deutschen Nationalkomitee von ICOMOS. Maria Bering, Gruppenleiterin bei der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, verwies in ihrem Grußwort auf die Kultur als Sprache der Demokratie. Für Professor Paul Zalewski von der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) ist die Deutsch-Polnische Stiftung sogar die Krönung des seit den 1960er-Jahren bestehenden Versöhnungsdialogs.

Pünktlich zum Jubiläum erschien eine umfassende Publikation: „Kulturerbe verpflichtet. Zehn Jahre Deutsch-Polnische Stiftung Kulturpflege und Denkmalschutz – Bilanz und Zukunft“. Eine Rezension erscheint in Kürze in der RESTAURO.

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