Aufgaben der UNESCO

Professor Dr. Hartwig Lüdtke, Vizepräsident der Deutschen UNESCO-Kommission, referierte in Berlin zum Thema „Bedrohtes Erbe der Menschheit: Die Auswirkungen von Kriegen und bewaffneten Konflikten auf Kulturstätten“. Und das Thema betrifft nicht nur Denkmalschützer.

Über die Arbeit der 1946 aus den Erkenntnissen zweier Weltkriege gegründeten UNESCO berichtete am Dienstag, den 14.11 in Berlin Professor Dr. Hartwig Lüdtke, Vizepräsident der Deutschen UNESCO-Kommission und Direktor des TECHNOSEUM Landesmuseum für Technik und Arbeit in Mannheim. Der Abend in der Landesvertretung Sachsen-Anhalt wurde von der Gesellschaft für Sicherheitspolitik organisiert. Bei dieser langjährigen Veranstaltungsreihe stehen üblicherweise sicherheitspolitische Themen im Fokus. Doch das rege Interesse an diesem Abend zeigte deutlich, dass das Thema der Kulturgutzerstörungen nicht nur Fachleute angeht.

Die UNESCO dokumentiert Welterbestätten, baut Expertennetzwerke auf, schafft mit Programmen und Konventionen, die, so Lüdtke, als Transmissionsriemen wirken, ein weltweites Bewusstsein und dämmt den illegalen Handel ein. Über die perfide Praxis intentioneller Zerstörung von Kulturgütern als neuer Herausforderung sprach Lüdtke am Beispiel der Buddha-Statuen von Bamiyan und der Mausoleen in Timbuktu, über deren „Zerstörung mit Ansage“ auch RESTAURO regelmäßig berichtete.

In der anschließenden Diskussion ging es um die lang erwartete „Stunde Null“ in Syrien, um Fragen des Wiederaufbaus und um die Ausbildung von Fachleuten aus den Herkunftsländern zum Beispiel durch Kooperation von Museen und Universitäten in Deutschland.

Mehr zum Thema unter www.unesco.de/kultur.htm