Dada digitalisiert

 

Anlässlich des 100-jährigen Geburtstags von Dada sind im Jahr 2016 historische Dokumente aus konservatorischen Gründen digitalisiert und nun fertig archiviert worden. Das Kunsthaus Zürich als Besitzer einer beträchtlichen Sammlung von rund 740 Dada-Objekten war Initiator des umfassenden Restaurierungs- und Archivierungsprojekts und ermöglicht seinem Publikum den Zugang zu der nun weltweit größten Dada-Sammlung online. 

Über 50 Künstler, die den Kern der dadaistischen Bewegung bilden, sind mit ihren Zeugnissen im Kunsthaus Zürich präsentiert, darunter u. a. André Breton, Hans (Jean) Arp, Marcel Duchamp und Max Ernst. Das weltweite Interesse an der Strömung führte zu häufigen Leihgaben im In- und Ausland. Doch die Papierqualität der Originale ist fragil, vor allem aufgrund der Auswirkungen des Zweiten Weltkriegs. Damit sämtliche Dokumente, die zwischen 1916 und 1925 entstanden, für die zukünftige Forschung erhalten bleiben, wurden sie digitalisiert. Nicht nur, wie oft üblich, mit ihrer Titelseite, sondern in ihrem gesamten Umfang. Die Rede ist hier von mehreren Dutzend bis 100 Seiten. Dieser Vorgang setzte eine genaue inhaltliche Prüfung und restauratorische Begutachtung jedes einzelnen Kunstwerks und Dokuments voraus. Restauratorin Jean Rosston begleitete u. a. neben Dada-Experte Raimund Meyer das Projekt.

Die auf kalibrierten Geräten hergestellten Scans sind als nicht komprimierte TIFF-Dateien in 400 dpi und 24-bit-Farbtiefe archiviert worden. Die Werke sind auf digital.kunsthaus.ch zugänglich. Vollständige Dokumente, aber auch einzelne Teilstücke können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Das Projekt konnte durch Unterstützung der Ernst Göhner Stiftung, der Helvetica Versicherungen und des Bundesamts für Kultur BAK realisiert werden. Die technische Umsetzung erfolgte in Kooperation mit dem Digitalisierungszentrum der Zentralbibliothek Zürich.