Berlin hilft

Weil es in Syrien keine akademische Restauratorenausbildung gibt, unterrichtete Alexandra Jeberien von der Hochschule für Technik und Wirtschaft jetzt erstmals in Beirut

Beirut
Antikes Grab im Nationalmuseum von Beirut. Foto: Wikimedia Commons / James Gallagher, Irland

Die Vorbereitungen dauerten mehr als ein Jahr, aber Ende Februar konnte Alexandra Jeberien nach Beirut fliegen, um einen Kurs in Präventiver Konservierung für zwölf syrische Museumsmitarbeiter und Studenten zu leiten. Jeberien, Professorin für Konservierung und Restaurierung/Grabungstechnik an der Berliner Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW), vermittelte gemeinsam mit ihrem Kollegen Christoph von Bieberstein in einem fünftägigen Intensivtraining Grundlagen der Dokumentation, des Monitorings sowie des Verpackens, Transports und der Lagerung von Kulturgütern. Denn die syrischen Museums- mitarbeiter kennen sich zwar mit konservatorischen Aufgaben aus, doch wegen des Krieges und seiner Auswirkungen muss viel improvisiert werden, so die Erfahrung von Alexandra Jeberien. Außerdem gibt es in Syrien keine spezielle Restauratorenausbildung. Die Museumsmitarbeiter sind Archäologen, Architekten, Kunsthistoriker, die während der Stipendientage über die internationalen Standards beim Kulturgüterschutz informiert wurden. „Wir haben nicht nur Methoden und Techniken vorgestellt, sondern auch die gängigen Materialien und Ersatzmaterialien“, sagt Alexandra Jeberien, die jedem Kursteilnehmer eine Toolbox mit verschiedenen Messinstrumenten wie Datenloggern für die weitere Arbeit übergeben konnte. Finanziert wurde dieses erste Trainingsprogramm von der Gerda-Henkel-Stiftung.

Lesen Sie mehr in der RESTAURO 3/2018, die am 12. April erscheint.