Archäologiepark Pompeji

Das Freilichtmuseum Parco Archeologico di Pompei – „Pompeji zwischen Konservierung und Forschung“ wird kommende Woche in der Italienischen Botschaft Berlin präsentiert. Die Arbeiten laufen noch bis voraussichtlich 2020

Affresco Villa dei Misteri
Ein freigelegtes Fresko in der Mysterienvilla nahe Pompeji. Im Jahr 79 n. Chr. wurde sie beim Ausbruch des Vesuvs verschüttet. Foto: Mit freundlicher Genehmigung des Parco Archeologico di Pompe

 

Durch zwei Briefe von Plinius dem Jüngeren an den Historiker Tacitus ist uns eine genaue Beschreibung des Vesuvausbruchs im Jahre 79 n. Chr. überliefert. Dabei wurden die Städte am Vesuv vollständig zerstört und begraben, wobei sie sich unter den vulkanischen Ascheschichten bis zu ihrer Wiederentdeckung im 18. Jahrhundert perfekt konserviert haben. Seitdem liefern Ausgrabungen immer wieder neue Erkenntnisse zur Rekonstruktion der tragischen Katastrophe.
Die Erhaltung eines durch seine Größe und außerordentliche Bedeutung so einzigartigen ‘Freilichtmuseums’ wie Pompeji, – heute eine der weltberühmtesten UNESCO-Welterbestätten –, ist heute mehr denn je eine enorme Herausforderung sowohl hinsichtlich der Konservierung als auch der Erschließung des archäologischen Kulturerbes. Die damit verbundenen komplexen Fragen verlangen eine sehr innovative Herangehensweise und eine möglichst umfassende und multidisziplinäre Gesamtsicht des Vorhabens.

Besuchermagnet Archäologiepark

Am 9. Oktober stellt der Generaldirektor des Archäologieparks von Pompeji, Prof. Dr. Massimo Osanna, das Großprojekt Pompei vor. Das Freilichtmuseum soll der Stadt am Vesuv ein neues Image geben. Seit 2012 wird an dem Projekt mit Mitteln der Europäischen Union und des italienischen Staates gearbeitet und dauert voraussichtlich noch bis 2020 an. Allein 2017 besuchten rund 3,5 Millionen Besucher den Archäologiepark, was sicherlich auch auf die bisher erzielten Ergebnisse zurückzuführen ist (die Wiedereröffnung von 37 lange nicht zugänglichen Domus, die erhebliche Ausweitung des städtischen Straßennetzes, um einen Großteil des Geländes begehbar zu machen, und zahlreiche spektakuläre Funde bei archäologischen Ausgrabungen).

Wann: Dienstag, 9. Oktober 2018, 11.00 Uhr
Wo: Italienische Botschaft, Tiergartentr. 22, 10785 Berlin
Wichtig: Anmeldung bis zum 5. Oktober 2018 – E-Mail: eventi.berlino@esteri.it