13.07.2023
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Notre-Dame de Paris: Die Augmented Reality-Ausstellung

Notre-Dame Paris in Berlin - die Augmented Reality-Ausstellung. Die Schau wurde vom französischen Start-up Histovery umgesetzt. Foto: Notre-Dame Paris / L'exposition augmentee
Notre-Dame Paris in Berlin - die Augmented Reality-Ausstellung. Die Schau wurde vom französischen Start-up Histovery umgesetzt. Foto: Notre-Dame Paris / L'exposition augmentee

Die Augmented Reality-AusstellungNotre-Dame de Paris“ tourt derzeit weltweit. Anlass der virtuellen Schau ist der vierte Jahrestag des verheerenden Brandes, der eine weltweite Spendenaktion auslöste. Während der gesamten Dauer der Restaurierungsarbeiten bis 2024 geht die Ausstellung auf Reisen

1180: Gotischer Chor – 20 Jahre nach Beginn der Bauarbeiten erhebt sich inmitten einer hektischen Baustelle der Chor der Kathedrale. Im Zuge des umfangreichen Unternehmens entstehen auch neue bischöfliche Gebäude und das Hôtel-Dieu. Foto: Notre-Dame Paris / L'exposition augmenteé
1225: Um 1225 wird der Kathedrale Notre-Dame ein neues Dach aufgesetzt, nachdem der ursprüngliche Dachstuhl abgebrannt ist. Die Zimmerleute errichten damals den sogenannten Wald“, für dessen Bau zwischen 1000 und 2000 Eichen benötigt wurden. Foto: Notre-Dame Paris / L'exposition augmenteé

Bis zum 15. Juli zeigte das Institut Français in Berlin eine Ausstellung zur Kathedrale Notre-Dame, einem Meisterwerk der Gotik und Symbol für Paris und Frankreich. Anlass der virtuelle Schau ist der vierte Jahrestag des verheerenden Brandes der weltberühmten Kathedrale, der eine weltweite Spendenaktion auslöste. Rund 340.000 Menschen und Institutionen aus 150 Ländern spendeten 840 Millionen Euro für den Wiederaufbau und die Restaurierung. Ein zentraler, bereits abgeschlossener Beitrag Deutschlands war dabei die Restaurierung der vier beim Brand beschädigten Fenster durch die Kölner Dombauhütte.

Die Schmiede finden gleich zu Beginn ihren Platz auf der Baustelle von Notre-Dame und sind als Werkzeugschmiede, Stellmacher und bei der Herstellung der so wichtigen Metallklammern tätig. Foto: Notre-Dame Paris / L'exposition augmenteé
Die Steinmetze gelten als die „Aristokraten“ der Baustelle, seit die Verwendung von Stein die von Holz bei monumentalen Bauten überholt hat. Notre-Dame Paris / L'exposition augmenteé
2021 – 2024 Restaurierung: Notre-Dame Paris. Foto: Notre-Dame Paris / L'exposition augmenteé
Der Spitzturm von Viollet-le-Duc ( 1857) verglüht in den Flammen des Brandes vom 15. April 2019. Digital kann man in der Ausstellung die großen Etappen seiner Erbauung im 19. Jahrhundert entdecken, die einen Vorgeschmack auf den Wiederaufbau bis 2024 geben. Foto: Notre-Dame Paris / L'exposition augmenteé
Die restaurierenden Berufe: 3D-Modellierungen zeigen den Reichtum und die Vielfalt der exzellenten Handwerkskunst, die ganz Frankreich für die Wiedergeburt der berühmten Kathedrale im Einsatz ist. Foto: Notre-Dame Paris / L'exposition augmenteé
In der Ausstellung werden die einzelnen Berufe zur Sicherung des Bauwerks vorgestellt. Foto: Notre-Dame Paris / L'exposition augmenteé

Internationale Tournee

Die innovative Ausstellung verbindet eine physisch anmutende Inszenierung mit erweiterter Realität. Mittels eines HistoPad, einem Tablet, das man gleich beim Eintritt in die Ausstellung erhält, kann man 16 Stationen besuchen, die einen umfangreichen Einblick in die Geschichte der Kathedrale sowie historischen Ereignisse medial aufbereitet erfahren. Das reicht zum einen von der Grundsteinlegung 1163 bis zu laufenden Restaurierungsarbeiten.

Nachdem die Ausstellung bereits auf der Weltausstellung in Dubai, im Collège des Bernardins in Paris und im National Building Museum in Washington der Öffentlichkeit präsentiert wurde, ist sie nun nach einer Station in Dresden (Palais im Großen Garten) jetzt im Berliner Institut Francais zu sehen. Während der gesamten Dauer der Restaurierungsarbeiten bis 2024 wird die Ausstellung auf Reisen gehen: So sind Stopps in insgesamt 12 Metropolen auf vier Kontinenten geplant. Die Ausstellung versteht sich auch als Reaktion auf die heftigen internationalen Emotionen, die durch den Brand am 15. April 2019 ausgelöst wurden. Sie geht auf Besucher:innen aus aller Welt zu, um es ihnen durch einen universellen Ansatz zu ermöglichen, die bald wiedererlangte Pracht der Kathedrale als Weltkulturerbe der Menschheit zu sehen und nachzuvollziehen. Termine folgen!

1600 Herz der Stadt: Hôtel-Dieu, Bischofspalast, kanonisches Viertel, großer Kapitelsaal und Pfarrkirchen umgeben und bewässern das Ökosystem von Notre-Dame de Paris und bilden eine kleine Stadt in der Stadt, die heute nicht mehr existiert. Notre-Dame Paris / L'exposition augmenteé

Rekonstruktionen des HistoPad wurden in Zusammenarbeit mit einem wissenschaftlichen Beirat erstellt

Besucher:innen erfahren Wissenswertes über die feierliche Prozession, mit der die heiligen Reliquien – die Dornen­krone Christi, ein langes Stück des Kreuzes und ein Nagel aus demselben, erworben 1239 von Ludwig dem Heiligen – in die Kathedrale überführt wurden. Oder auch über die pompöse Kaiserkrönung Napoleons in der prachtvoll ausgeschmückten Kathedrale. Die Ausstellung beginnt mit dem Brand am 15. April 2019, geht dann zurück ins Jahr 1160 und arbeitet sich durch die Jahrhunderte bis zu den aktuellen Restaurierungsarbeiten und den Berufen vor, die für die Wiedergeburt der Kathedrale mobilisiert wurden.

Die Rekonstruktionen des HistoPad wurden in Zusammenarbeit mit einem wissenschaftlichen Beirat erstellt, der sich aus Experten der untersuchten Epochen zusammensetzt und die historische Genauigkeit der durchgeführten Arbeiten garantiert. Nicht weniger als 35 Treffen dieser Experten waren notwendig, um die Inhalte von der Augmented Reality-Ausstellung „Notre-Dame de Paris“ zu produzieren.


3D-Effekte erweitern den Blick in den virtuellen Raum

Durch den 3D-Effekt erweitert sich der Blick in einen virtuellen Raum. Wenn man sich mit dem Tablet in der Hand dreht, kann man rundum die mittelalterliche Umgebung des Vorplatzes betrachten. Faszinierend auch, wenn man über seinem Kopf wie aus dem Nichts das gotische Kirchengewölbe erblickt, von dem Details mittels Technik heranzoomt werden können. Auf spielerische Weise wird hier kulturhistorisches und neues Wissen den Besucher:innen vermittelt. So findet eine Begegnung mit den Baumeister:innen von heute mithilfe von 3D-Modellierungen und immersiven Erlebnissen mitten auf der Baustelle, so dass man die Berufe und das Know-how derjenigen verstehen lernen kann, die an der Restaurierung des Gebäudes arbeiten.


Großflächige farbige Reproduktionen markieren die Stationen der Tablets

Erstellt wurden die zusehenden Bilder mittels Recherchen, historischer Darstellungen oder durch Vergleiche in Zusammenarbeit mit (Kunst)-Historikern. Dennoch bleiben sie Hypothese. Originale sind nicht zu sehen. Großflächige farbige Reproduktionen markieren die Stationen der Tablets. Beeindruckend ist vor dunklem Hintergrund eine große von rückwärts beleuchtete Farbreproduktion der westlichen Fensterrose von Notre-Dame, ein Ort der Besinnung und des Ausklinkens von der Informationsfülle. Es ist die kleinste der drei Fensterrosen der Kathedrale. Das Original besitzt weiterhin noch einen Durchmesser von 9,60 Meter.


Notre-Dame de Paris: die Augmented Reality- Ausstellung

„Notre-Dame de Paris, die Augmented Reality- Ausstellung“ wurde vom französischen Start-up Histovery in Zusammenarbeit mit der Öffentlichen Einrichtung für die Erhaltung und Restaurierung der Kathedrale Notre-Dame de Paris und dank der großzügigen Unterstützung der L’Oréal- Gruppe umgesetzt.


Die Mitglieder des wissenschaftlichen Beirates

David Brouzet, Kunsthistoriker, Professor und Fachbereichsleiter am IESA arts & culture

David Chanteranne, Historiker, Journalist, Attaché de Conservation am Musée Napoléon in Brienne-le-Château

Thierry Crépin-Leblond, Generalkonservator für das Kulturerbe, Direktor des Nationalmuseums der Renaissance

Pater Jean-Philippe Fabre, Kaplan der Kathedrale Notre- Dame de Paris, Doktor der Theologie, Leiter der öffentlichen Kurse des Collège des Bernardins

Jean-Marc Hofman, Attaché de Conservation, stellvertretender Konservator in der Cité de l’architecture et du patrimoine/Musée des Monuments français

Philippe Plagnieux, Professor für mittelalterliche Kunstgeschichte

Brieuc Clerc, Referent, Öffentliche Einrichtung für die Erhaltung und Restaurierung der Kathedrale Notre-Dame de Paris

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