Museums For Future

2019 wurde in Österreich die wachsende Bewegung Museums For Future gegründet. Denn Nachhaltigkeit unter vielen Kollegen und Kol-Museumsmacher:innen, Restaurator:innen, Künstler:innen und Architekt:innen fragen sich: Wie kann man eine leginnen stetig an Aufmerksamkeit gewinnt.Haltung einnehmen, um auf die Herausforderungen der Zukunft zu reagieren? Restauratorin Anna Krez die deutsche Ortsgruppe Museums For Future Germany im Mai 2021 initiiert

Die Einsicht, dass Wachstum Probleme wie den Klimawandel nicht lösen kann, hat die Institution Museum längst erreicht. Trotzdem gelten viele Häuser immer noch als wenig ökologisch. Doch ein Umdenken hat bereits eingesetzt. Museumsmacher:innen, Restaurator:innen, Künstler:innen und Architekt:innen fragen sich: Wie kann man eine Haltung einnehmen, um auf die Herausforderungen der Zukunft zu reagieren? Für ein solches Ziel kämpft die wachsende Bewegung Museums For Future, die 2019 in Österreich gegründet wurde. 

Das Netzwerk Museums For Future

Vorbildlich agiert bereits das Berliner Museum für Naturkunde, das seine Renovierung am Leitbild eines „Grünen Museums“ orientiert. Es gibt bereits jetzt eine Geothermie-Anlage sowie Heiz- und Kühlschleifen in den Ausstellungssälen, mit denen sich die Raumtemperatur energiearm regeln lässt. Bis 2030 soll das Haus so umgebaut werden, dass es klimaneutral ist. Alles nicht genug, meint das Netzwerk Museums for Future, deren Mitglieder sich aus unterschiedlichen Kulturinstitutionen zusammensetzen. Gegründet hat es Florian Schlederer, Jahrgang 1992, als er im Wiener Volkskunde Museum als Wissenschaftskurator zu arbeiten begann. Er studierte Physik und Philosophie in Wien, Oxford und Tokio, war seit dem ersten Streik im Dezember 2018 bei Fridays For Future dabei, hat sich dann als Co-Organisator des Klimavolksbegehrens eingesetzt und arbeitet aktuell als Science Writer am IST Austria.

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Gründungsland Österreich

Für Schlederer ist Museums For Future „wie ein Ventil, geschaffen für diejenigen, die verzweifelt über klimaignorante Entscheidungsträger sind. Wenn sich jetzt nichts ändert, ändert sich alles. Und deshalb ist es für mich einfach keine Option, jetzt zu schweigen oder untätig zu bleiben. Wir haben Kanäle auf allen wichtigen Social-Media-Plattformen, der Newsletter auf unserer Homepage informiert über bevorstehende Kampagnen.“ Offenbar ein attraktives Angebot, denn dem Netzwerk  haben sich inzwischen im Gründungsland Österreich hauptstädtische Museen wie das MAK, Dom Museum, Architekturzentrum, Volkskunde Museum oder das Kunst Haus Wien angeschlossen, flankiert vom Kunsthaus Graz, Heimatmuseum Deutsch-Griffen und Museum Niederösterreich. Allesamt haben die Deklaration unterschrieben und sich verpflichtet ihre Ziele zu verfolgen. MFF knüpft an die Ideen von Fridays for Future an und verlangt mit seiner Erklärung die Einhaltung des Pariser Klimaabkommens.

Im Mai 2021 ging die deutsche Ortsgruppe Museums For Future Germany an den Start, initiiert von Restauratorin Anna Krez

Inzwischen ist es zu einer internationalen Initiative mit aktiven Mitgliedern aus Europa und Nordamerika angewachsen. Im Mai 2021 ging die deutsche Ortsgruppe Museums For Future Germany an den Start. Initiiert hat sie die Restauratorin Anna Krez. Sie sagt: „Ich merke, wie das Thema Nachhaltigkeit unter vielen Kollegen und Kolleginnen stetig an Aufmerksamkeit gewinnt. Gleichzeitig setzt aber auch eine Art Ratlosigkeit ein, wo und wie man mit der Umsetzung beginnen kann. Genau an diesem Punkt möchten wir als MFF Germany so gut wie möglich unterstützen.“ Und das ist auch nötig. Immer noch beklagen viele städtische Museen, dass ihre Häuser meist einer staatlichen Verwaltung unterstehen und dass sie deshalb nur mühsam maßgeschneiderte Klimaschutz-Lösungen für die Museen erreichen können, ganz zu schweigen von dem bürokratischen Aufwand. 

Lesen Sie weiter in der RESTAURO 2/2022, Titelthema: Museum der Zukunft.