Ist Kulturgutschutz im Krieg möglich?

Gezielte Kulturgutzerstörung durch Krieg und religiösen Fanatismus ist nicht erst seit dem Krieg in der Ukraine ein Thema. Aber momentan wieder hochaktuell. Und deshalb lädt die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina am kommenden Dienstag, den, 22. März 2022, zu einem Gesprächsabend unter der Überschrift „Die Zerstörung von Kulturgut als Kriegsstrategie“

Das Podium ist prominent besetzt: Sabine von Schorlemmer kennt sich als ehemalige sächsische Kulturministerin in politischer Praxis ebenso aus wie in rechtlichen Fragen zu internationalen Beziehungen. Sie ist Lehrstuhlinhaberin für Völkerrecht an der Technischen Universität Dresden und war in der Vergangenheit Beraterin des Auswärtigen Amtes für UN-Politik und für die Generaldirektion der UNESCO, um nur einige ihrer Funktionen aufzuzählen.

Kulturgutschutz im Krieg

Mit Hermann Parzinger, dem Präsidenten der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, sitzt einer der renommiertesten Archäologen Deutschlands, Leopoldinamitglied und Russlandkenner auf dem Podium. Über Kriege und Kriegsführung weiß  Oberst i.G. (im Generalstab) Matthias Rogg bestens Bescheid. Der Gründungsdirektor des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr in Dresden engagiert sich auch im Beirat für die Evangelische Militärseelsorge in der Bundeswehr.

Über die Buddha-Statuen in Afghanistan oder die UNESCO-Welterbestätte Palmyra

Diese drei Spezialisten diskutieren vor dem Hintergrund des aktuellen Krieges und im Angesicht von Kulturgut-Zerstörungen wie den Buddha-Statuen in Afghanistan oder der UNESCO-Welterbestätte Palmyra Fragen des Kulturgutschutzes im Krieg. Es wird dabei auch um die Rolle die Vereinten Nationen, der EU, der NATO und der Bundeswehr beim Schutz von Kulturerbe gehen. Denn die 1954 verabschiedete Haager Konvention zum Schutz von Kulturgut bei bewaffneten Konflikten wurde zwar von 130 Ländern unterzeichnet, doch immer wieder und auch in diesen Tagen gebrochen.

Livestream ab 18:00 Uhr

Ort der Diskussion wird das Xplanatorium Schloss Herrenhausen in Hannover sein. Dank der Digitalisierung kann jedoch jeder Interessierte der Diskussion zuhören und zusehen. Denn die mitveranstaltende VolkswagenStiftung bietet ab 18 Uhr einen Livestream an.

Weiterführende Information unter:
Di 22. März, 18-20 Uhr, www.volkswagenstiftung.de/livestream 

 

Tipp: Durch die erneute Machtübernahme der Taliban sind nicht nur die afghanischen Welterbestätten bedroht. Der Archäologe Bastien Varoutsikos fürchtet vor allem um das Immaterielle Kulturerbe Afghanistans. Lesen Sie hier mehr.

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