Jüdische Architektur in Hamburg

Die Vortragsveranstaltung der Stiftung Denkmalpflege anlässlich des Internationalen Denkmaltags 2022 am 28. April 2022 setzt sich mit dem Thema Jüdische Architektur in Hamburg auseinander

Eine Kooperation der Stiftung Denkmalpflege mit dem Institut für die Geschichte der deutschen Juden anlässlich des Internationalen Denkmaltags 2022 beschäftigt sich Thema Jüdische Architektur in Hamburg (Teil 3).

Aktuelle Debatte: Rekonstruktion der Bornplatzsynagoge

Die aktuelle Debatte um eine Rekonstruktion der Bornplatzsynagoge in Hamburg lässt unter anderem den Schluss zu, dass sich die Vorstellungen eines Gedenkens an den 9. November 1938 und den Verlust zahlreicher Synagogen ebenso verändern wie die Vorstellungen von der Bauaufgabe Synagoge selbst. Die Auseinandersetzung mit dem Umgang mit dem baulichen Erbe erhaltener ebenso wie mit den Grundstücken zerstörter Synagogen stellte sich seit 1945 immer wieder neu. Sie berührt Fragen nach der Darstellung des Verlustes ebenso wie nach (angemessenen) Nutzungen für erhaltene, aber nicht mehr benötigte Synagogen und besetzt damit ein ausgesprochen interdisziplinäres Feld, in das die Architekturgeschichte, die Denkmalpflege und die Geschichtswissenschaften ebenso einbezogen sind wie die Erinnerungskultur. Die Veranstaltung unter dem Titel „Jüdische Architektur in Hamburg (Teil 3) Architektinnen und Architekten“ findet zum dritten Mal in Kooperation mit dem Institut für die Geschichte der deutschen Juden statt.

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Programm:

  • Begrüßung: Irina von Jagow, Stiftung Denkmalpflege Hamburg
  • Moderation: PD Dr. Andreas Brämer, Institut für die Geschichte der deutschen Juden Hamburg
  • Synagogen in Architekturwettbewerben im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts – Augsburg, Berlin, Hamburg, PD Dr.-Ing. Ulrich Knufinke, Bet Tfila – Forschungsstelle für jüdische Architektur in Europa, TU Braunschweig / Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege Hannover
  • Jüdische Architekten und Architektinnen aus Hamburg, Dr.-Ing. Katrin Keßler, Bet Tfila – Forschungsstelle für jüdische Architektur in Europa, TU Braunschweig / Institut für die Geschichte der deutschen Juden Hamburg
  • Semmy Engel und Ernst Friedheim: Architekten für die Jüdische Gemeinde in Hamburg, Dipl.-Ing. Mirko Przystawik, Bet Tfila – Forschungsstelle für jüdische Architektur in Europa, TU Braunschweig / Institut für die Geschichte der deutschen Juden Hamburg
  • Dr. Block & Hochfeld, die Architekten des Deutschlandhauses, Dr. Roland Jaeger

Uhrzeit: 16.30 Uhr
Ort: Warburg-Haus, Heilwigstraße 116
Veranstalter: Stiftung Denkmalpflege Hamburg in Kooperation mit dem Institut für die Geschichte der deutschen Juden
Eintritt: frei, nur nach Anmeldung bis zum 25.04. unter infodenkmalstiftung.de 

Themen 2008-2021

2021
Jüdische Architektur in Hamburg

2020
Der Tempel in der Poolstraße – Präsentation der Publikation im Beisein der Autoren (Videos der Vorträge hier)

2019
100 Jahre Bauhaus. Neues Bauen in Hamburg

2018
Kulturerbe für Generationen – Heritage for Generations

2017
Kirche als Denkmal – Gedanken anlässlich des Lutherjahrs

2016
Vom Bismarckdenkmal zur St. Maximilian Kolbe-Kirche – Aktuelle Großprojekte in der Hamburger Denkmalpflege

2015
50 Jahre ICOMOS – Weltweiter Einsatz für die Denkmalpflege

2014
Denkmäler des Gedenkens (mit Schwerpunkt auf dem 1. Weltkrieg)

2013
Denkmalpflege und Erziehung

2011
Wasser als Kulturerbe

2010
Agrikulturelles Erbe in der wachsenden Stadt

2009
Denkmäler der Wissenschaft – Wissenschaft der Denkmäler

2008
Jüdischer Friedhof Altona – bald Weltkulturerbe?