It’s on!

Heute begannen in Mailand die Eröffnungsfeierlichkeiten für das Europäische Kulturerbejahr 2018. In Deutschland steht es unter dem Motto „Sharing Heritage“ und geht auf eine Initiative des Deutschen Nationalkommitees für Denkmalschutz, des Bundes, der Länder und kommunalen Spitzenverbände zurück.

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Der deutsche Auftakt zum Europäischen Kulturerbejahr 2018 wird am 8. Januar 2018 in Hamburg gefeiert. Hier ein Blick in Hamburgs Speicherstadt – der weltweit größte zusammenhängende Lagerhauskomplex und UNESCO-Welterbe. Gebaut wurde das heutige Wahrzeichen ab 1883. Foto: Rob Bye

 

Heute Vormittag, 7. Dezember 2017 war es soweit: der Startschuss für das Europäische Kulturerbejahr 2018 fiel in Mailand. Der für Bildung, Kultur, Jugend und Sport zuständige EU-Kommissar Tibor Navracsics eröffnete es mit den Worten „Das Kulturerbe ist das Kernstück der europäischen Art zu leben. Es definiert, wer wir sind, und schafft ein Gefühl der Zugehörigkeit. Zum Kulturerbe gehören nicht nur Literatur, Kunst und Gegenstände – wir begegnen ihm auch in dem Handwerk, das wir erlernen, den Geschichten, die wir erzählen, dem Essen, das wir genießen und den Filmen, die wir uns ansehen. Wir müssen unser kulturelles Erbe schützen und für die kommenden Generationen bewahren. Die Feierlichkeiten dieses Jahres bieten eine wunderbare Gelegenheit, die Menschen, besonders die jungen, zu ermuntern, Europas reiche kulturelle Vielfalt zu erkunden und über den Stellenwert nachzudenken, den das Kulturerbe in unserem Leben einnimmt. Es ermöglicht uns, die Vergangenheit zu verstehen und unsere Zukunft zu gestalten.“

In Deutschland findet das Kulturerbejahr unter dem Motto „Sharing Heritage“ statt und umfasst eine Vielzahl an Aktionen und Veranstaltungen, Ausstellungen, Musikfestivals, Konferenzen, Schul- und Freiwilligenprojekte. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier übernahm hierfür die Schirmherrschaft. Der deutsche Auftakt wird am 8. Januar 2018 in Hamburg gefeiert.

Worum geht es?

In politisch, wirtschaftlich aber auch gesellschaftlich unruhigen Zeiten, will die Europäische Kommission mit dem Themenjahr dazu beitragen, den Europäern ihre Heimat wieder ein Stück näher zu bringen. Gemeinsam soll daher der Blick auf unser kulturelles Erbe gelenkt werden, das unsere europäische Geschichte erzählt. Und sie soll weitererzählt werden, auch ganz lokal.

Vor allem aber ist es ein Anliegen, überhaupt das Bewusstsein für die soziale und wirtschaftliche Bedeutung des kulturellen Erbes zu schärfen. Daher liegt ein besonderer Schwerpunkt hierzulande darauf, Kindern und Jugendlichen unser Kulturerbe zu vermitteln.

Ein Nationaler Programmbeirat, unter anderem bestehend aus Deutschem Kulturrat, der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten, der Deutschen UNESCO-Kommission und dem Deutschen Museumsbund, begleitet den deutschen Beitrag zum Europäischen Kulturerbejahr 2018 inhaltlich und beratend. Dieser hat fünf Leitthemen entwickelt, die sich als Rahmen für viele Aktionen eignen: ‘Europa: Austausch und Bewegung‘, ‘Europa: Grenz – und Bewegungsräume‘, ‘Die Europäische Stadt‘, ‘Europa: Erinnern und Aufbruch‘ sowie ‘Europa: Gelebtes Erbe‘.

Hintergrund

Initiiert wurde die Initiative durch das Deutsche Nationalkommitee für Denkmalschutz, den Bund, die Länder und kommunale Spitzenverbände. Bereits im August 2016 hat die Europäische Kommission einen Beschluss vorgeschlagen, dem das Europäische Parlament und der EU-Ministerrat im Februar und Mai 2017 schließlich auch zugestimmt haben. In Deutschland haben die Präsidentin des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz, Brandenburgs Kulturministerin Martina Münch, und Kulturstaatsministerin Monika Grütters im März 2017 in Berlin öffentlich dazu aufgerufen, am Europäischen Kulturerbejahr 2018 mitzuwirken.

Weitere Informationen unter www.dnk.de und www.sharingheritage.de