Die ganze Themenvielfalt der Denkmalpflege

Das Europäische Kulturerbejahr 2018 ist in aller Munde. Passend dazu lädt das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege zu den Montagsvorträgen ein – eine Veranstaltungsreihe, die das Spektrum der Denkmalpflege, den Kulturgutschutz und unser kulturelles Erbe in Bayern und Europa nahebringen soll.

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Zwischen dem 19. Februar und dem 26. März veranstaltet das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege eine Vortragsreihe ganz im Zeichen des Europäischen Kulturerbejahres. Foto: John-Mark Kuznietsov/unsplash

 

An sechs Montagen im Zeitraum von 19. Februar bis 26. März finden die Montagsvorträge in der Säulenhalle der Alten Münze in München, Hauptstelle des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege, statt. Thematischer Rahmen bildet das Europäische Kulturerbejahr 2018. Die Vortragsreihe ist eine Kooperation des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege mit der Gesellschaft für Archäologie in Bayern e.V. und der Münchner Volkshochschule (MVHS).

Beginn der Veranstaltung ist jeweils um 19.00 Uhr, der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung über die MVHS ist unter der Nennung der Kursnummer erforderlich.

 

Programm:

 

  1. Februar 2018

Prof. Dr. Bernd Päffgen, Ludwig-Maximilians-Universität München: Erding im 1. Jahrtausend

Erding im 1. Jahrtausend – so lautet der Titel eines archäologischen Forschungsprojekts der LMU und ihrer Partner. Es befasst sich mit dem Reihengräberfeld von Altenerding-Klettham, der frühmittelalterlichen Siedlung in Aufhausen-Bergham und dem Königshof der Karolingerzeit in Altenerding. Prof. Dr. Bernd Päffgen gibt Einblicke in dieses aktuell laufende Projekt, das ein Fenster in die Geschichte Erdings im 1. Jahrtausend n. Chr. öffnet.

Kursnummer: F217330

 

  1. Februar 2018

Dr. Susanne Fischer, BLfD: Licht nach dunklen Jahren: Glasmalereien der Nachkriegszeit in Münchner Kirchen

In einer Vielzahl von Münchner Kirchen wurden im Rahmen des Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg neue Glasmalereien und Farbverglasungen eingebaut. München war schon seit dem 19. Jahrhundert ein Zentrum für Glasmalerei, weltweit waren die so genannten ‚munich windows‘ ein Exportschlager. Aus dieser Tradition berühmter Werkstätten und Künstler entstanden auch im 20. Jahrhundert hervorragende Kunstwerke.

Kursnummer: F217340

 

  1. März 2018

Dr. Thomas Hermann, BLfD: Des bayerischen Löwen Opfer und Auferstehung – Bildpropaganda im Ersten Weltkrieg und ihr Einfluss auf Kriegerdenkmale in München und Umgebung

Zahlreiche propagandistische Darstellungen des Ersten Weltkriegs beziehen sich auf Motive christlicher Ikonographie. Der Vortrag will die Traditionslinien einiger solcher Darstellungen nachvollziehen und aufzeigen, wie diese dann in der Gestaltung von Kriegerdenkmalen weitergeführt wurden.

Kursnummer: G217390

 

  1. März 2018

Prof. Dr. Dorothea Diemer, Universität Augsburg: Wasserstadt Augsburg: Die drei Augsburger Prachtbrunnen

Die drei Augsburger Prachtbrunnen – jeder kennt sie vom Augenschein, doch dem Historiker eröffnen sie viele Fragen jenseits des Künstlerischen: Wer war ihr Initiator? Welche waren ihre italienischen Vorbilder? Wollten die Stadtväter mit den Hauptfiguren – Augustus, Merkur, Herkules – einen speziellen Programmgedanken ausdrücken? Waren sie Teil der öffentlichen Wasserversorgung? Der Vortrag von Dorothea Diemer befasst sich mit diesen Fragen und präsentiert Antworten aus (kunst-)historischer Sicht.

Kursnummer: G217400

 

  1. März 2019

Dr. Karl Gattinger, BLfD: Die Erfindung der Gemütlichkeit. Gabriel von Seidl und die bayerische Gasthausarchitektur der Prinzregentenzeit

Gabriel von Seidl gehört zu den einflussreichsten Architekten der Prinzregentenzeit. Neben historistischen Großbauten wie dem Bayerischen Nationalmuseum waren es vor allem seine Gasthaus-Interieurs, mit denen der in München gebürtige Architekt weit über die Grenzen Bayerns hinaus bekannt wurde. Der Bierpalast, Inbegriff der geglückten Kombination aus Großstadt und Gemütlichkeit, gilt als seine Erfindung.

Kursnummer: G217410

 

  1. März 2018

Dr. Christian Behrer, Büro für Denkmalpflege, Regensburg & Dr. Jochen Haberstroh, BLfD: Der Marienhof in München – ein Platz gibt seine Geschichte preis

Der Marienhof ist eine der wenigen seit Jahrzehnten unbebauten Flächen in der Münchener Innenstadt. Gleichsam für die Zukunft eingefroren, liegt die Geschichte der Häuser zwischen Wein- und Dienerstraße nur wenige Zentimeter unter der Oberfläche. Die archäologischen Untersuchungen anlässlich der Bauarbeiten für die 2. S-Bahn-Stammstrecke fanden 2011/2012 statt. 2017/2018 werden sie fortgesetzt. Der Vortrag bietet Einblicke in die Ausgrabungen und erste Ergebnisse der langjährigen Forschungsarbeiten.

Kursnummer: G217420

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Montagsvorträge zur Denkmalpflege in Bayern

  • Veranstaltungsort: Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege | Säulenhalle in der Alten Münze | Hofgraben 4 | 80539 München
  • Uhrzeit: Beginn ist jeweils um 19.00 Uhr, Einlass ab 18.30 Uhr
  • Kosten: Der Eintritt ist frei.
  • Anmeldung: Bitte melden Sie sich für die einzelnen Termine unter Angabe der Kursnummer bei der MVHS an telefonisch unter 089/48006-6239 (Servicezeiten montags, dienstags 9.00 bis 13.00 Uhr; mittwochs, donnerstags 14.00 bis 19.00 Uhr) oder im Internet unter www.mvhs.de