Denkmäler auf dem Smartphone

Bayerischer Denkmalatlas, Logo: BLfD
Bayerischer Denkmalatlas, Logo: BLdF

Seit Anfang August steht der „Bayerische Denkmal-Atlas“ jedermann unter www.blfd.bayern.de zur Verfügung. Der Atlas zeichnet sich durch einen neuen Zusatzservice aus: Die verzeichneten Denkmäler sind auch via Smartphone und Tablett einfach aufrufbar. Eine Entwicklung, die auch einige Stiftungen, Museen und Städten aufgreifen.

Der „Bayerische Denkmal-Atlas“, eine aktualisierte Version des früheren „BayernViewer-Denkmal“, wurde vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung entwickelt. Er stellt alle bekannten Bau- und Bodendenkmäler Bayerns auf Grundlage amtlicher digitaler Kartenwerke dar und informiert über Lage, Ortszugehörigkeit, Art, Alter und Funktion. Die Denkmäler werden in kurzen Beschreibungen und die Baudenkmäler auch mit Fotos vorgestellt, Suchfunktionen erleichtern die Recherche. Insgesamt beinhaltet der Atlas etwa 160.764 Bau- und Bodendenkmäler – darunter 111.013 Baudenkmäler, 48.738 Bodendenkmäler, 882 Ensembles und 131 bewegliche Denkmäler (z.B. Eisenbahnen). Er wird ständig aktualisiert.

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Denkmalatlas Online

Neu ist ein Zusatzservice, der es einfach ermöglicht, den Bayerischen Denkmal-Atlas via Smartphone oder Tablett aufzurufen und sich über die Denkmäler auch unterwegs zu informieren und so zum Beispiel mit historischen Karten bayernweit auf Denkmal-Erkundungstour zu gehen. Knapp vierzig Prozent aller Deutschen nutzen ein Smartphone. Damit öffnen sich neue Tore, Hintergrundinformationen zur Verfügung zu stellen.

Auch Museen, Stiftungen und Städte bieten die Möglichkeit, sich mit Hilfe von internetfähigen Mobiltelefonen über Ausstellungen oder Baudenkmälern zu informieren. So hat z. B. die Stiftung Denkmal eine App entwickelt, mit der Interessierte Hörführungen zum Denkmal für die ermordeten Juden Europas, zum Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen und zum Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma abrufen können. Auch der Kölner Dom kann mit Hilfe einer App in 25 Stationen erkundet werden.

Zum Tag des offenen Denkmals am 14. September 2014 bietet die Deutsche Stiftung Denkmalschutz die Möglichkeit, sich mit einer App unter anderem über die geöffneten Denkmäler sowie über das Programm vor Ort zu informieren.