Restauro 5 / 2012

Beschreibung

Die Evangelisten der Münchner Theatinerkirche im virtuellen Raum

Im Zweiten Weltkrieg wurden sie stark geschädigt und teils zerstört: die frühbarocken Evangelisten-Figuren aus der Münchener Theatinerkirche. Nun widmet sich ein Forschungsprojekt der Ergänzung und Rekonstruktion dieser kunsthistorisch bedeutenden Werke. Dafür erprobt ein Team der Hochschule Deggendorf seit 2008 verschiedene 3-D-Verfahren – mit ersten Erfolgen. Autor: Joerg Maxzin

Der Kopf des Tonkriegers mit »Grünem Gesicht« : Vom 3-D-Scan zur farbigen Ausgabe mit Rapid Prototyping

Im traditionellen Modellbau entstehen Modelle aus Holz, Pappe oder Ton in Handarbeit und mit maschineller Hilfe. Eine vergleichsweise junge Technik ist das Rapid Prototyping, das Modelle und Prototypen in Schichtbauweise erzeugt. Eines dieser Verfahren, der 3-D-Druck, wurde am Tonkrieger mit »grünem Gesicht« getestet. Autoren: Felix Horn und Markus Monreal

Mit digitalen Fotoserien zum 3-D-Modell: Möglichkeiten einer Software

Dreidimensionale Computermodelle bieten viele Vorteile bei der Bestandserfassung oder Schadens-kartierung. Ein 3-D-Scanner ist allerdings nicht immer vor Ort – oder aber zu teuer. Eine Software bietet hier einen Ausweg: Auf Basis von digitalen Fotoserien erstellt sie präzise 3-D-Modelle. Autor: Martin Schaich

Textilien und ihre Rekonstruktion

Textilien spielen bei der Instandhaltung, Restaurierung und Rekonstruktion von Schlössern, Burgen und Herrenhäusern eine zumeist untergeordnete Rolle. Völlig unverdient. Denn die kostbaren Gewebe waren über Jahrhunderte ein fester Bestandteil der Raumarchitektur. Autoren: Anne-Kathrin Segler, Denise Handte und Wolfgang Eschke

Rekonstruktion in Glas: Drei Fallbeispiele aus den Sammlungen der Fürsten Esterházy

Rekonstruktion – ja oder nein, im originalen oder in einem anderen Material? Diese Fragen sind immer für den Einzelfall zu beantworten. Bei drei Objekten aus den Sammlungen der Fürsten
Esterházy entschied man sich dafür, fehlende Elemente in Glas zu rekonstruieren, aus unterschiedlichen Beweggründen. Autorin: Birgit Müllauer

Doublierungen in der Restaurierung von Glasmalerei

Manchmal führen Umwege ans Ziel: Die Glasdoublierung begann vor 70 Jahren als flächige
Hinterklebung von gesprungenen Scheiben. Heute ist sie eine ausgefeilte Methode zur reversiblen Retusche von Glasmalereien. Eine bemerkenswerte Entwicklung. Autor: Markus Kleine

Alabaster: Eigenschaften und Kennwerte des Natursteins sowie verschiedene Steinersatz- und Steinergänzungsmassen

Durchscheinender, weißer Alabaster war seit jeher ein beliebtes kunsthandwerkliches Material. Schwierig allerdings gestaltete sich bislang die Wahl des passenden Ergänzungsmaterials für die Restaurierung. Denn es fehlte ein vergleichender Überblick über mögliche Materialien, Rezepturen und deren Eigenschaften. Genau darauf arbeitete Silvia Gering in ihrer Diplomarbeit hin. Autorin: Silvia Gering

Restaurierung des Venedigplans von Jacopo de‘ Barbari

Während der letzten Monate beschäftigte das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg die Restaurierung eines großformatigen Holzschnitts. Unter anderem galt es, große Fehlstellen im Druckbild zu schließen. Dafür ließen sich die Restauratoren etwas besonderes einfallen: einen Druck auf der -Innenseite der Verglasung. Autoren: Roland Damm und Alexandra Scheld

Das kostenoptimierte Kunstdepot unter Einhaltung zeitgemäßer Standards – Teil 2: »Die Übersiedelung, Planung und Umsetzung«

Wenn Kunstwerke umziehen, sind gründliche Vorbereitungen zu treffen. Das Kunsthistorische Museum Wien weiß hiervon zu berichten. Rund 1,5 Millionen Objekte werden derzeit in ein neu gebautes Zentraldepot umgesiedelt. Autorinnen: Christina Schaaf-Fundneider und Tanja Kimmel