Restauro 4 / 2012

Beschreibung

Willkommen in der Realität: Eine Schilderung der momentanen Marktentwicklung

Die Marktlage in Deutschland stellt zurzeit zahlreiche Restauratoren auf eine harte Probe. Der Beginn einer ähnlichen Entwicklung ist auch in Österreich bemerkbar. Einigen gravierenden Ursachen der aktuellen Situation sollte jedoch mindestens ebenso viel Aufmerksamkeit zu Teil werden. Autor: Johannes Jäger-Waldau

Erfassung, Bewertung und Katalogisierung von Denkmalgruppen

Die digitale Aufbereitung von Daten kann sehr gewinnbringend sein. Ein neues Datenbankmodell, das der Erfassung von Grabdenkmälern dient, haben Sarah Hanini und Judith Teichmann entwickelt. Dieses ermöglicht nicht nur einen Überblick über Historie und Zustand von Objekten, sondern es ist auch eine wichtige Grundlage für eine erfolgreiche Patenschaftswerbung. Autorinnen: Sarah Hanini und Judith Teichmann

»Schweigendes Wissen« und Kommunikation – Teil 2: Das Gemälde »Mann mit Axt« von Will Küpper

Das Fach Restaurierung hat in den letzten Jahrzehnten eine rasante Entwicklung erlebt – vom Handwerk zu einer komplexen angewandten Wissenschaft. Heute arbeiten Restauratoren idealerweise eng mit anderen wissenschaftlichen Disziplinen zusammen. Dies hat entscheidende Vorteile, wie auch das vorliegende Beispiel zeigt. Autorinnen: Hiltrud Schinzel und Brigitte Freericks

Heilung nach dem Brandanschlag: Die Konservierung und Restaurierung eines brandgeschädigten Kruzifixes

Im Februar 2008 wurde das Kruzifix in der Kapelle des Städtischen Klinikums Mannheim Opfer eines Brandanschlages. Ein geistig verwirrter Mann, der unter Einfluss von berauschenden Substanzen stand, warf ein Tuch über die Christusfigur und entzündete dies. Die Holzskulptur erlitt schwere Schäden. Große Teile verbrannten und verkohlten. Dem Auftraggeber stellte sich die Frage, ob das Kruzifix überhaupt zu retten sei, oder ob dieses gegen eine neu anzufertigende Figur ausgetauscht werden sollte. Autor: Jonny W. Stadler

Die Restaurierung einer Wandbespannung aus dem Jahre 1768

30 Jahre lang galten die Wandbespannungen des Tressenzimmers im neuen Palais Potsdam als nicht restaurierbar – bis in den Jahren 2009 bis 2011 ein neues Konzept entwickelt und umgesetzt werden konnte. Neben der enzymatischen Reinigung erwies sich besonders die Wiederanbringung der kostbaren Stoffbahnen in einem raffinierten Klebeverfahren als meisterliche Zusammenarbeit von Restauratoren und Tischlern. Autorinnen: Christa Zitzmann, Nadja Kuschel und Ute Rönnecke

Herausforderung »Projekt Sammlungsdepot«: Eine Einführung

Das ungebrochene Sammlungswachstum der letzten Jahrhunderte führt heute zu Überlastungen der bestehenden »Inhouse-Sammlungsdepots«. Das originäre Arbeiten mit der Sammlung ist erschwert oder kaum noch gestattet, konservatorische Standards werden durch provisorische Behelfe aufrechterhalten. Die Planung und Organisation eines Depotneubaus ist eine komplexe Aufgabe mit zahlreichen Beteiligten. Autorin: Ines Miersch-Süß

Das kostenoptimierte Kunstdepot unter Einhaltung zeitgemäßer Standards – Teil 1: Das Gebäude des neuen Zentraldepots KHM Wien

Das neue Zentraldepot des Kunsthistorischen Museums Wien setzt neue Maßstäbe im Depotbau. Nach nur 20-monatiger Planungs- und Bauzeit entstand ein funktioneller Bau mit einer Nettonutzfläche von 14 000 m2 für die Sammlungen des Museums. Hauptziele waren die Energieeffizienz bei gleichzeitiger Wahrung der konservatorischen Anforderungen sowie günstige Bau- und Betriebskosten. Autoren: Stefan Fleck, Karl Reuter und Joachim Huber