Schonende Reinigung mittels Druckluft?

Die Trockenreinigung ist gerade bei Objekten mit empfindlicher Oberfläche ein heikles Unterfangen. Eine neu entwickelte Methode bietet nun eine schonendere Variante: das Weichpartikelstrahlen. Im Frühjahr dieses Jahres fand am Germanischen Nationalmuseum ein Workshop zu dem neuen Reinigungsverfahren statt. Unter den Teilnehmern war auch die Dresdener Restauratorin Johanna Ziegler M.A., die für uns über den Kurs berichtet.

Die Reinigung empfindlicher, poröser Oberflächen stellt für Restauratoren häufig eine große Herausforderung dar. Viele bekannte Methoden der Trockenreinigung gehen mit einer großen mechanischen Belastung einher, sodass eine gründliche Reinigung die Gefahr birgt, die Oberflächenbeschaffenheit irreversibel zu verändern oder das Objekt sogar zu beschädigen. Bert Jaçek (M.A.) widmete sich dieser Problematik und entwickelte in Zusammenarbeit mit der Firma Deffner & Johann das sogenannte Weichpartikelstrahlen. Bei diesem „sanften Sandstrahlen“ werden unterschiedliche Partikel wie Cellulose- oder Weizenstärkepulver mit Hilfe von Druckluft auf die zu reinigende Oberfläche gestrahlt. Ende Mai organisierte Deffner & Johann einen Workshop am Institut für Kunsttechnik und Konservierung des Germanischen Nationalmuseums, um den Restauratoren des Hauses sowie einigen externen Teilnehmern das Verfahren vorzustellen.

Eine sehr nützliche Ergänzung

Ein großer Vorteil des Verfahrens ist seine Anwendung für vielfältige Materialien. So wurden beispielsweise Wachs- und Kunststoffobjekte, Seidengewebe, durch Schimmel abgebautes Papier und Pergament, Gips, gefasste und vergoldete Oberflächen sowie Holz erfolgreich von Staub und Schmutz befreit. Insgesamt schätzten die Teilnehmer das Reinigungsverfahren als sehr nützliche Ergänzung zu den bisher bekannten Methoden ein.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in unserer RESTAURO-Ausgabe 7/2017.

Mehr Informationen zum Thema Weichpartikelstrahlen unter: www.deffner-johann.de/weichpartikelstrahlen.html