Textilien und ihre historischen Schichten

Auf der diesjährigen Tagung der VDR-Fachgruppe Textil im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg dreht sich alles um den fachgerechten Umgang mit historischen Stoffen, ihren Änderungen und Restaurierungen

Der Wunsch, Textilien zu erhalten

Historische Textilien sind aufgrund ihrer organischen Zusammensetzung oft empfindlich und benötigen daher besondere Konditionen, um sich zu erhalten. Meist sind die überlieferten Objekte von geschichtlicher Bedeutung, Stücke mit emotionalem Wert oder kostbare Kostüme. So begegnen Restauratoren nicht selten Reparaturstellen, Ausbesserungen und textile Veränderungen an den Originalen, die inzwischen selbst Teil der Geschichte des Objekts geworden sind. All diese Eingriffe verdeutlichen den Wunsch, die Textilien zu bewahren und zu erhalten.

Die Tagung „Objekte mit Geschichte – Umgang mit Änderungen, Reparaturen und Restaurierungen an historischen Textilien“ befasst sich daher mit allen Facetten historischer Stoffe. Vom 28. bis 30. Juni trifft sich die Fachgruppe Textil des Verbands der Restauratoren dazu im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg. In einem umfangreichen Programm wird aber auch ein kritischer Blick auf diese Eingriffe und Bearbeitungen geworfen sowie Ent-Restaurierungen diskutiert.

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Sonderausstellung „Luxus in Seide“

Am Samstag findet außerdem eine Führung durch die Ausstellung „Luxus in Seide – Mode des 18. Jahrhunderts“ statt, die vom 05.07.2018 bis 06.01.2019 im Germanischen Nationalmuseum zu sehen ist. Im Zentrum der Schau steht eine Neuerwerbung des GNM: ein einteiliges Seidenkleid der 1760er Jahre aus reich gemusterter Seide in der seltenen Silhouette einer Taillen-Andrienne.

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