Sammeln und Archivieren im postdigitalen Zeitalter

Die Digitalisierung hat in Sammlungen, Archiven und Bibliotheken in den letzten Jahrzehnten zu einem weitreichenden Wandel geführt. Die Veranstaltungs­reihe „Digitales Museum“ der Donau-Universität Krems – Universität für Weiterbildung beleuchtet dieses Thema am 3. Dezember 2021 bei dem Online-Symposium „Alte und Neue Archive. Sammlungen im postdigitalen Zeitalter“. Das Department für Kunst- und Kulturwissenschaften der Universität für Weiterbildung Krems veranstaltet das Symposium in Kooperation mit dem Institut für Österreichkunde

Gedächtnisinstitutionen wie Sammlungen, Archive und Bibliotheken gibt es längst nicht mehr ausschließlich als physische Orte der Erinnerung. Im postdigitalen Zeitalter ist das Digitale zur selbstverständlichen Ergänzung analoger Bestände geworden. Durch den digitalen Zwilling oder digital gestützte Inventarisierungssysteme werden Erreichbarkeit und Durchsuchbarkeit von Sammlungsbeständen und Archivalien erleichtert. Durch die Digitalisierung kommt es aber auch zu einer Abkehr vom realen Objekt, wodurch Dimensionen wie die Materialität oder Sensualität verloren gehen. Zudem folgen Datenbanken und digitale Sammlungen eigenen Mechanismen und Logiken des Bewahrens. Gleichzeitig sind Gedächtnisinstitutionen im digitalen Raum einer neuen Form der Aufmerksamkeitskonkurrenz, beispielsweise in den sozialen Netzwerken, ausgesetzt.

Sammlungen im postdigitalen Zeitalter

Im Symposium sollen in drei Themenschwerpunkten vergangene und gegenwärtige Praxen und Ökonomien des Bewahrens, Formen der Partizipation und Vernetzung sowie Fragen unterschiedlicher Wissenskulturen und nicht zuletzt Qualitätssicherungsdiskurse im postdigitalen Zeitalter thematisiert werden. Expertinnen und Experten der Universität für Weiterbildung Krems werden Einblicke in ihre Forschung geben: Mag. Nicole High-Steskal Ph.D. wird über „Historische Betrachtungen zur Konzeption von nachhaltigen Sammlungsdatenbanken“ referieren, Dr. Martina Kalser-Gruber, MSc, wird Ergebnisse des Projekts „Cerha Online“ als Schnittstelle von Archivalik, Forschung und digitaler Vermittlung präsentieren und Dr. Eva Mayr wird mit Dr. Florian Windhager das Thema „Es war einmal ein Archiv. Strategien der Narrativierung und Visualisierung“ behandeln. Weiters werden praxisnahe Beiträge vom österreichischen Staatsarchiv, der Stiftsbibliothek Klosterneuburg, der Universität Wien und der Kunstuniversität Linz das Programm abrunden. Die wissenschaftliche Leitung des Symposiums liegt bei Univ.-Prof. Dr. Anja Grebe, stv. Dekanin der Fakultät für Bildung, Kunst und Architektur der Universität für Weiterbildung Krems. Eine Publikation der Tagungsergebnisse ist geplant.

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Online-Symposium: Alte und Neue Archive
Sammeln und Archivieren im Postdigitalen Zeitalter
Termin:  3. Dezember 2021
Beginn:
9:30 Uhr
Ort: online via Zoom
Die Teilnahme ist kostenlos.
Weitere Informationen: www.donau-uni.ac.at/alteundneuearchive

Rückfragen: Univ.-Prof. Dr. Anja Grebe
Department für Kunst- und Kulturwissenschaften
Donau-Universität Krems
Tel. +43 (0)2732 893-2566
anja.grebe@donau-uni.ac.at
www.donau-uni.ac.at/dkk

 

Lesetipp: Im Rahmen des Forschungs­projekts „Zentrum für Erneuerung des gemeinsamen Kulturerbes“ der Donau Universität – Universität für Weiterbildung Krems fand kürzlich 2021, die grenzüberschreitende Denkmalschutzkonferenz „In und mit Denkmälern leben“ statt. Lesen Sie mehr hier.