Pionierarbeit und mehr

 

Anlässlich des 30-jährigen Bestehens der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg ist gerade der Sammelband „Öffnen. Bewahren. Präsentieren. Durch Zeit und Raum: Mit unseren Monumenten“ erschienen. Darin werden auch die Geschichte und Aufgaben der Restaurierungswerkstätten beschrieben.

Die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, die 1987 gegründet wurden, betreuen sechzig Monumente wie das Schloss Heidelberg oder den Schlossgarten Schwetzingen. Heute sind sie der größte Kulturtourismusanbieter in Südwestdeutschland. Anlässlich ihres 30-jährigen Bestehens ist nun der Sammelband „Öffnen. Bewahren. Präsentieren. Durch Zeit und Raum: Mit unseren Monumenten“ erschienen. Er gibt einen umfangreichen Einblick in die Arbeit der Institution und die Entwicklung der Schlösser und Gärten.

Wo sitzen Baden-Württembergs Restaurierungsstätten?

Auf über 400 Seiten schreiben dreißig Autoren über die Geschichte und Präsentation der Kulturorte aber auch über das Bewahren und Erforschen der Staatlichen Schlösser. Letztgenanntes Kapitel erläutert die Geschichte und Aufgaben der Restaurierungswerkstätten: Während die ersten eingestellten Restauratoren ab 1991 Pionierarbeit in der Abteilung leisten mussten, handelt es sich heute um einen Apparat mit modernen Geräten und Depots. In Schloss Ludwigsburg entstand schon früh eine Möbelrestaurierungswerkstatt, in den 1990ern dann in Karlsruhe das badische Generaldepot. Insgesamt existieren in Schloss Ludwigsburg drei und in Karlsruhe zwei Werkstätten, die sich der Restaurierung und Konservierung von Kunstobjekten widmen. Dort werden Kommoden mit dem Technoskop auf Schäden untersucht, thermische Schädlingsbekämpfung bei Textilien durchgeführt oder Erhaltungs- und Überarbeitungszustände von Lackbeschichtungen eines Stuhles erfasst. Oft werden aber auch Aufgaben an externe Restauratoren vergeben, die sich mit Spezialdisziplinen wie Marketerie- und Lackarbeiten oder Silbermöbeln befassen.

Der Band „Öffnen. Bewahren. Präsentieren zeigt verborgene Seiten

Die vielfältigen Aufgabengebiete der Werkstätten machen weiteren Themen des Bandes deutlich: Anna Haas geht den Farbschichten einer barocken Standuhr auf den Grund. Luise Schreiber-Knaus erläutert Restaurierungsmaßnahmen der figürlich bemalten Schlussteine im Gewölbe des Sommerrefektoriums in Bebenhausen. Durch solch spannende Einblicke offenbart der reich bebilderte Band auch die dem Besucher oft verborgenen Seiten der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg.

„Öffnen. Bewahren. Präsentieren. Durch Zeit und Raum: Mit unseren Monumenten“, Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, 416 Seiten, Verlag: Nünnerich-Asmus (28. August 2017), ISBN-10: 3961760012, ISBN-13: 978-3961760015, Preis: 29,90 Euro

Die neue Publikation „Öffnen. Bewahren. Präsentieren. Durch Zeit und Raum: Mit unseren Monumenten“ der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg macht den Beitrag der Restauratoren deutlich
Die neue Publikation „Öffnen. Bewahren. Präsentieren. Durch Zeit und Raum: Mit unseren Monumenten“ der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg macht den Beitrag der Restauratoren deutlich