Kulturgutschutz 2.0

Das Onlineportal zum Kulturgutschutz in Deutschland ist grundlegend neu gestaltet worden. Jetzt ist die Webseite nicht nur übersichtlicher, sondern bietet auch ein deutlich erweitertes Informationsangebot zu Kulturgutschutzmaßnahmen in Deutschland und im Ausland.

Besonderes Augenmerk wurde auf individuell zugeschnittene Informationen gelegt, die sich an unterschiedliche Interessengruppen richten: Sammlerinnen und Sammler, Kulturschaffende oder Kulturgut bewahrende Einrichtungen können nun gezielt auf genau jene Fakten zugreifen, die für ihre jeweiligen Interessen- oder Geschäftsbereiche wichtig sind.

Daneben lassen sich nun auch Staateninformationen abrufen, die über den internationalen Kulturgutschutz aufklären. Nutzerinnen und Nutzer können sich so einen Überblick über jeweils national geschützte Kulturgüter, maßgebliche Ausfuhrbestimmungen, exportverantwortliche Stellen und gegebenenfalls erforderliche Ausfuhrgenehmigungen verschaffen. Aktuell sind Datensätze zu 60 Staaten eingepflegt, die einem Aufruf der Kulturstaatsministerin gefolgt sind und Informationen zu ihren Rechtsbestimmungen mitgeteilt haben. Vor allem Staaten mit einem reichen, prähistorischen und zugleich besonders gefährdeten kulturellen Erbe wie zum Beispiel der Irak, Afghanistan, China, Ägypten, Mexiko oder Guatemala konnten so bereits berücksichtigt werden. Ziel ist es, neben den Vertragsstaaten des UNESCO-Übereinkommens von 1970 über Maßnahmen zum Verbot und zur Verhütung der rechtswidrigen Einfuhr, Ausfuhr und Übereignung von Kulturgut auch Informationen zu den wichtigsten Reiseländern zur Verfügung zu stellen.

Außerdem verweist die Webseite auf Informationen der UNESCO und des Internationalen Museumsrates ICOM insbesondere zu den jeweiligen nationalen Vorschriften zum Kulturgutschutz der einzelnen UNESCO-Mitgliedstaaten.

Geplant sind zudem eine englische und französische Sprachfassung des Internetportals.

Das Angebot ist abrufbar unter www.kulturgutschutz-deutschland.de.