Kloster Einsiedeln: Rettungsaktion für das Naturalienkabinett

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Es ist das älteste Naturalienkabinett in der Schweiz. In einer ungewöhnlichen Aktion werden nun erste Maßnahmen durchgeführt. Foto: SKR/VNPS

 

Es ist ein ungewöhnliches Projekt mit einem ungewöhnlichen Namen. Ab dem 29. August 2016 arbeiten 30 freiwillige Präparatoren und Restauratoren als „Conservation Angels“ an der Erhaltung der größten Schweizer Naturaliensammlung im Kloster Einsiedeln. Eine Woche lang wird es um die Reinigung und Konsolidierungen am Raum, den Einbauten sowie den Exponaten gehen. Ein Schwerpunkt der Arbeiten liegt auf der Messung der Schadstoffbelastung sowie der Dekontamination der Objekte.

Zunächst werden die 100 Jahre unberührten Kleinodien in der Nähe des Sihlsees gesichtet und dokumentiert: 620 Präparate von Vögeln, 40 Skelette und Schädelpräparate, 30 Insekten, Reptilien, Amphibien- und Fischpräparate, 26 Flüssigkeitspräparate sowie 80 Säugetierpräparate. Eine Mammutaufgabe, die in einer Woche nicht zu leisten ist. Mit dem Projekt „Conservation Angels“ möchten der Schweizer Restauratorenverband und der Verband der Präparatoren jedoch auf die Situation aufmerksam machen.
Es ist ein amerikanisches Modell, dass das Institute for Conservation bereits seit 1988 durchführt und nun erstmalig in Europa Anwendung findet. Am 16. und 17. September 2016 feiern beide Verbände ihren gemeinsamen Geburtstag. Hier wird das Projekt ausführlich vorgestellt und soll zum Spenden und zur Fortsetzung animieren. Wir werden darüber auch ausführlich in der nächsten RESTAURO berichten.

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Ansprechpartner für das Conservation-Angels-Projekt ist
Martin Troxler
Verband Naturwissenschaftlicher Präparatorinnen und Präparatoren der Schweiz (VNPS)
E‐Mail: martin.troxler@nmbe.ch
Telefon: +41 (0)31 350 72 35