Zum fünften Mal wird in diesem Jahr der Karl & Faber Kunstpreis vergeben. Der Förderpreis richtet sich an Studierende der Akademie der Bildenden Künste München und soll deren künstlerische Arbeit sichtbar machen. Träger des Preises sind das Münchner Auktionshaus Karl & Faber und die Stiftung Kunstakademie München.
Der Karl & Faber Kunstpreis wird alle drei Jahre verliehen. Er wurde 2013 erstmals ausgelobt und hat sich seitdem als regelmäßiger Bestandteil im Kalender der Akademie etabliert. Der Preis umfasst neben einer finanziellen Förderung in Höhe von 6.000 Euro auch die Möglichkeit einer Einzelausstellung im Herbst 2026 in den Räumen von Karl & Faber.
Ziel ist es, Studierende der Akademie zu fördern und ihre Arbeiten einem breiteren Publikum zu präsentieren.
Über die Vergabe des Karl & Faber Kunstpreises entscheidet eine Jury, die sich aus Fachleuten der Kunstszene zusammensetzt. 2025 gehören dazu:
- Jennifer Braun, Kunsthistorikerin und Kritikerin
- Dr. Reinhard Spieler, Direktor des Sprengel Museums Hannover
- Christina Végh, Direktorin der Kunsthalle Bielefeld
Die Jury wählt aus den eingereichten Positionen die Preisträgerin oder den Preisträger des Jahres aus.
Nominierte Künstler:innen
Für den Karl & Faber Kunstpreis 2025 wurden 24 Studierende der Akademie der Bildenden Künste München nominiert. Die Auswahl deckt verschiedene Klassen und künstlerische Schwerpunkte ab. Unter den Nominierten finden sich unter anderem Anastasia Akhvlediani, Noah Cubash, Max Frohn, Chalo Schwaiger, Lea Geerkens, Alexandra Müller, Jimmy Vuong, Rosalie Werthefrongel und Maria Zaikina.
Die Bandbreite der Themen reicht von Auseinandersetzungen mit Erinnerung und Material über Konsumkritik bis hin zu Fragen von Körper und Technologie.
Die Ausstellung greift unterschiedliche inhaltliche Schwerpunkte auf:
- Geschichte und Material: Werke wie die von Anastasia Akhvlediani oder Max Frohn untersuchen, wie historische Vorlagen in heutige Kontexte übertragen werden.
- Erinnerung und Orte: Arbeiten von Auri Sattelmair oder Lea Geerkens thematisieren kollektive Erinnerungen und Stadtentwicklung.
- Ambivalenz und Bedrohung: Positionen von Alexandra Müller oder Anna Schaumberger rücken Unsicherheit und Fragilität in den Vordergrund.
- Malerei: Künstlerinnen wie Rosalie Werthefrongel und Simon Stadler setzen Malerei als Medium zwischen Realität und Abstraktion ein.
- Konsum und Gesellschaft: Beiträge von Minjoon Kim oder Yiyuan Zhang beschäftigen sich mit Konsumpraktiken und deren Wirkungen.
- Technologie und Wahrnehmung: Nicolas Maximilian und Noah Cubash verbinden digitale Prozesse mit Körper- und Gedächtnisthemen.
Die Werke geben Einblick in die Vielfalt junger künstlerischer Positionen an der Münchner Akademie.
Der Karl & Faber Kunstpreis ist eng mit der Akademie der Bildenden Künste München verbunden. Er ergänzt das dortige Förderangebot und bietet den Studierenden die Möglichkeit, sich außerhalb der Hochschule zu präsentieren. Durch die Kooperation mit einem traditionsreichen Auktionshaus erhält die Auszeichnung zusätzliche Sichtbarkeit.
Ausstellung der Nominierten
Die Arbeiten aller Nominierten sind vom 20. September bis 2. Oktober 2025 in einer Gruppenausstellung in den Räumen von Karl & Faber in München zu sehen. Die Ausstellungseröffnung mit Preisverleihung findet am 19. September 2025 statt.
Öffnungszeiten:
- Samstag, 20. September 2025, von 12 bis 16 Uhr
- Montag bis Freitag, 10 bis 18 Uhr
Damit haben Besucher:innen die Gelegenheit, sich einen Überblick über die aktuelle Arbeit der Studierenden zu verschaffen.
Karl & Faber als Initiator
Das Auktionshaus Karl & Faber wurde 1923 in München gegründet und zählt zu den bekanntesten deutschen Kunstauktionshäusern. Schwerpunkte liegen auf Alten Meistern, Kunst des 19. Jahrhunderts, Moderner Kunst und Zeitgenössischer Kunst. Neben Auktionen organisiert das Haus regelmäßig Ausstellungen und engagiert sich in Projekten wie dem Karl & Faber Kunstpreis für die Nachwuchsförderung.
Der Karl & Faber Kunstpreis 2025 knüpft an die bisherigen Ausgaben seit 2013 an und führt die Förderung junger Künstlerinnen und Künstler fort. Mit Preisgeld, Ausstellung und begleitendem Rahmenprogramm wird ein Forum geschaffen, das die Auseinandersetzung mit aktuellen Fragestellungen in der Kunst sichtbar macht.
