Hessischer Kratzputz wird immaterielles Kulturerbe

 

Gefacheputze an Fachwerkfassaden sind durch Witterungseinflüsse und dem Materialwechsel von Holz und Putz besonderen Beanspruchungen ausgesetzt. Diese Beanspruchungen sowie regelmäßig stattfindende Sanierungsmaßnahmen an Fachwerkgebäuden haben bis heute zu einem erheblichen Verlust an historischen Putzen geführt. Aus diesem Grund besteht seitens der Denkmalpflege ein großes Interesse, die noch vorhandenen Putzbestände zu sichern und zu erhalten.

Im Rahmen dieses dreitägigen Praxisseminars von Do., 18.5. bis Sa., 20.5.2107 werden deshalb die Möglichkeiten der Sicherung und Restaurierung von gefährdeten Putzflächen an Fachwerkgebäuden behandelt. Zur Erörterung praktischer Problem- und Fragestellungen und zur Einübung von Restaurierungstechniken wurde als Objekt eine Fachwerkscheune im Vogelsberg mit regionaltypischen Kratzputzausführungen ausgewählt. Als Besonderheit weisen die vermutlich bauzeitlichen Putze eine Vielzahl von Gestaltungen an der Oberfläche auf, die mit Stempeln und unterschiedlichen Werkzeugen ausgeführt worden sind. Auf Grund dieser besonderen Befundsituation wird sich das Seminar nicht nur mit der Erhaltung des Putzbestandes, sondern auch mit der Nachstellung der vorgefundenen gestalteten Putzoberflächen befassen. Die Seminarleitung haben Kay Neuling, Restaurator im Maurerhandwerk, Rainer Scherb, Tischlermeister, Neutal-Gilsa, und Dipl.-Ing. Gerwin Stein von der Beratungsstelle für Handwerk und Denkmalpflege in Fulda. Die Seminargebühr beträgt 390,- Euro inkl. Seminarunterlagen, Materialien, Imbiss und Getränke.

Seminarort: Teufelsmühle in 36355 Grebenhain-Ilbeshausen

Informationen und Anmeldung:

Propstei Johannesberg gGmbH
Fortbildung in Denkmalpflege und Altbauerneuerung
Propsteischloss 2
36041 Fulda
Tel.: 0661 9418130
Fax: 0661 94181315
E-Mail: info@propstei-johannesberg.de
Internet: www.propstei-johannesberg.de