Herrschaftlich sitzen

Den Blick auf den Geysir können Besucher des Schlosses Babelsberg nun sitzend genießen. Vier gusseiserne Bänke sind nun wiederhergestellt und zum Sitzen geeignet – ein Möbel wurde restauriert, die anderen drei nachgegossen. 

Die vier Eisengussbänke gehören seit 1845/1950 zur Ausstattung der Gartenanlage am Schloss Babelsberg in Brandenburg. Während der Nachkriegszeit wurden die Bänke jedoch derart zerstört, dass sie im Depot verwahrt werden mussten. Jetzt kehren sie vor die Terrassenmauer des Schlosses zurück. Die letzte original erhaltene Bank wurde restauriert, die drei anderen sind Nachgüsse. Sie waren nur noch fragmentarisch erhalten.

Ermöglicht wurde die Wiederherstellung der neogotischen Eisengussbänke unter anderem durch das Sponsoring der Firma Katjes. Der Süßigkeitenhersteller hatte vor mehreren Jahren in Babelsberg das Grundstück für die 2006 eröffnete „erste gläserne Bonbonproduktion Europas erworben. Seither steht Katjes in enger Nachbarschaft zum Schloss.

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Vor der Restaurierung war die letzte original erhaltene Bank durch Risse und Brüche beschädigt, die Oberfläche stark korrodiert und die Farbfassung abgeblättert. Durch eine statische Sicherung kann die Bank nun wieder als Sitzmöbel genutzt werden.

Ursprünglich waren die vier Bänke für die Pergola des Schlosses Babelsberg angedacht. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden sie jedoch vor die Terrassenmauer versetzt. Die Bänke fassen eine Größe von 138 cm Höhe, 150 cm Länge und 56 cm Tiefe. Sie setzen sich aus filigran durchbrochenen Gusseisenelementen zusammen, wofür gotische Maßwerkverzierungen als Vorbild fungierten. Insgesamt besteht die original erhaltene Bank aus circa zwölf Einzelelementen. Durch eine Beschichtungsuntersuchung konnte ein ursprünglich hellgrauer Farbton nachgewiesen werden, welcher nun auf allen vier Bänken aufgetragen wurde. Die Restaurierung führte der Thüringer Michael Gerhardt durch, der bereits Projekte am Bundesverwaltungsgericht in Leipzig und am Martin-Gropius-Bau in Berlin umsetzte.

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