Die Geschichte der Stickstoffkammer

 

In der RESTAURO 05/2016 wird das Thema Schädlingsbekämpfung ausführlich beleuchtet: Ein Fachbeitrag stellt die Sparte Stickstoffkammern vor. Das nehmen wir zum Anlass, um auf die Geschichte der Stickstoffkammer kurz einzugehen. 

Die Notwendigkeit von Quarantäne und Entwesung von Neuzugängen wurde bereits vor langer Zeit von Museen erkannt. So hatte das 1912 erbaute Museum für Völkerkunde in Hamburg einen Raum für Begasungen von Objekten zwischen Eingang und „Verpostung“ einrichten lassen – einen Bereich, den alle neuen Werke passieren mussten, da kein anderer Weg vorgesehen war. In den 1980er Jahren wurden in Sammlungen und Museen verschiedene Giftgase unter Verwendung einer stationären Anlage eingesetzt.

Die ersten internationalen Versuche in den 1990er Jahren zur Anwendungen von sauerstoffarmen Atmosphären gegen Museumsschädlinge erfolgten in selbstgebauten Folienzelten.

Ein 1988 für toxische Begasungen entwickeltes Kunststoffzelt (engl. Bubble) mit gasdichtem Reißverschluss wurde ab 1991 zur Entwesung mit Stickstoff angeboten.

Heute kann zwischen Kammern aus Aluminiumblechen oder gasdichten Klimazellen unterschieden werden. Vereinzelt gibt es auch Kammern mit gemischter Funktion, die beispielsweise feuchtegeregelte Warmluft mit Sauerstoffentzug kombinieren.

In der RESTAURO-Ausgabe 05/2016 gibt ein Fachbeitrag eine Übersicht zu verschiedenen Modellen von Stickstoffkammern und erklärt, wann sich eine Anschaffung lohnt. Hier gelangen zu dem Heft.