28.03.2020

Branchen-News Museum

Gemeinsam gegen Corona

von Alexandra Wach
München / Doerner Institut München
München / Doerner Institut München

Aus Sorge darüber, dass sich immer mehr Krankenschwestern und Ärzte mit COVID-19 infizieren, hat das Team des Kunstkonservatoriums im Rijksmuseum in Amsterdam beschlossen, OP-Handschuhe und Schutzmasken Ärzten und Krankenhäusern zu überlassen


Gemeinsam gegen Corona: Restauratoren des Rijksmuseums und des Van Gogh Museums in Amsterdam spenden OP-Handschuhe und Schutzmasken. Die Idee geht auf das Konto von Professor Erma Hermens, technische Kunsthistorikerin am Reichsmuseums, die in einem Tweet am 18. März 2020 den Aufruf startete.
Gemeinsam gegen Corona: Restauratoren des Rijksmuseums und des Van Gogh Museums in Amsterdam spenden OP-Handschuhe und Schutzmasken. Die Idee geht auf das Konto von Professor Erma Hermens, technische Kunsthistorikerin am Reichsmuseums, die in einem Tweet am 18. März 2020 den Aufruf startete.

Restauratoren des Rijksmuseums und des Van Gogh Museums haben sich der Aktion angeschlossen. Sie verwenden Gesichtsmasken, wenn sie Kunstgegenstände behandeln, die mit giftigen Schimmelpilzen befallen sein könnten oder die in der Vergangenheit mit gefährlichen Substanzen wie Pestiziden behandelt wurden. Handschuhe kommen zum Einsatz, um zu vermeiden, dass Kunstwerke mit den Ölen an den Fingern beschädigt werden. Zu den Schutzartikeln gehören noch Einweg-Papierkleider, Schutzbrillen und N95-Masken, die derzeit sehr gefragt sind.

Die Idee geht auf das Konto von Professor Erma Hermens, technische Kunsthistorikerin am Reichsmuseums. „Wir haben nicht einmal so viele Vorräte selbst, aber jedes bisschen hilft, da immer mehr Anfragen aus dem medizinischen Bereich dazu kommen“, so Hermens. „Obwohl mein Tweet (vom 18. März 2020) als Aufruf an unsere örtlichen Museen gedacht war, hat er sich innerhalb des Museums- und Naturschutzsektors mit sehr positiver Resonanz verbreitet.“

Durch Hermens’ Engagement haben sich inzwischen viele andere Institutionen auf der ganzen Welt zum Handeln entschlossen. „Organisationen wie Museum Workers und das International Institute for Conservation haben retweetet, ebenso wie viele Mitarbeiter in Museen in Europa und den USA“, freut sich Erma Hermens. „Wir können unsere Museen durch alle Arten von Initiativen online zugänglich machen. Wir können aber auch auf andere Weise helfen, auch nur ein bisschen. Alle diese gemeinsamen Initiativen sind großartig.“

Der deutsche Verband der Restauratoren (VDR) unterstützt die Intiative und hat zentrale Anlaufstellen sowie eine Liste zusammengestellt.

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