Ein Kunsthistorischer Glücksfall

Die gotischen Sakristeien der Pfarrkirche St. Quirinus in Tegernsee sollen restauriert werden. In St. Quirinus, die bis 1803 Klosterkirche der bedeutendsten Benediktinerabtei Oberbayerns war, hinterließen viele Epochen ihre Spuren.

Tegernsee_Klosterkirche_Innenraum
Wikimedia Commons / Africaspotter

Aus der Barockzeit stammt die heute genutzte Sakristei, ein kunsthistorischer Glücksfalls sind aber die zwei gotischen Sakristeien samt Gewölben mit seltener Grau-in-Grau-Malerei. Diese werden heute als Abstellkammern benutzt, allerdings für Wertvolles aus Klosterzeiten oder kunsthandwerkliche Objekte wie Leuchter oder Figuren.

Durch die Bewilligung der Voruntersuchung für die Restaurierung werden die Sakristeien nun ausgeräumt, damit sie irgendwann neu eingerichtet der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden können. Der Kirchenhistoriker Roland Götz hat sich näher mit den Sakristeien auseinandergesetzt und weiß, dass deren Erhaltung ein Glücksfall ist. Noch zu klären ist allerdings der Brandschutz, weil Fluchtwege fehlen. Da die Kirche mit dem Bräustüberl, der Schlossbrennerei, dem Gymnasium und der Brauerei unter einem Dach ist, müssen sich zunächst alle Zuständigen und Eigentümer einig werden. Wieviel alle Maßnahmen kosten würden, soll nun im Vorfeld herausgefunden werden.