30.11.2020

Beruf Branchen-News

„Die Sorge um das baukulturelle Erbe ist mir eine Herzensangelegenheit“

von Valentina Grossmann

Ab dem 1. Dezember 2020 wird Bernhard Kellner die neu geschaffene Position des Hauptgeschäftsführers bei Kulturerbe Bayern, dem bayrischen National Trust, übernehmen und gemeinsam mit Dr. Rudolf Himpsl die in Sulzemoos ansässige Geschäftsstelle leiten

Als bayerischer National Trust bewahrt die bürgerschaftliche Initiative historische Gebäude, Gärten und Parks und macht diese für alle erlebbar. Bernhard Kellner wird ab dem 1. Dezember 2020 die neue Position des Hauptgeschäftsführers des bayerischen National Trusts übernehmen und freut sich schon sehr darauf, in seiner neuen Position seine gesamte berufliche Erfahrung in diese einzigartige Organisation einbringen zu dürfen. „Denn die Sorge um das baukulturelle Erbe ist mir eine echte Herzensangelegenheit genauso wie das Bewahren von (Kultur-)Landschaften.“

„Mit Bernhard Kellner erweitern wir unser Team um einen sehr erfahrenen und breit aufgestellten Manager, der unsere Leidenschaft teilt, einzigartige, geschichtsträchtige Gebäude und Kulturlandschaftsteile in Bayern gemeinschaftlich zu erhalten und zu inspirierenden Orten zu gestalten. Wir schätzen seine Expertise in der Markenführung und Unternehmensentwicklung als großen Gewinn für unsere dynamisch wachsende Organisation“, erklärt Dr. des. Johannes Haslauer, Vorsitzender des Vereins Kulturerbe Bayern und zugleich stellvertretender Vorsitzender des Stiftungsvorstands.

Bernhard Kellner kommt aus der Verlagsbranche. Als Geschäftsleiter Programm bei der teNeues Verlag GmbH verantwortete er die Restrukturierung der Redaktionen und schuf neue Wachstumsfelder für das weltweit tätige Unternehmen. Zuvor war er Verlagsleiter bei Gräfe & Unzer und leitete davor für zehn Jahre die Unternehmenskommunikation und Markenführung der Langenscheidt Verlagsgruppe. Auf seine neue Aufgabe freut er sich, denn privat engagiert er sich schon lange für das baukulturelle Erbe: „Ich bin in der glücklichen Situation, nach fast einem Vierteljahrhundert in der Verlagsbranche, nun meine zweite große Leidenschaft Denkmalschutz zum Beruf machen zu dürfen. Die Summe an beruflichen Aufgaben und Positionen, verbunden mit meiner privaten praktischen Denkmalerfahrung haben mir den Branchenwechsel ermöglicht.“ In Pfaffenhofen an der Ilm hat Bernhard Kellner das 1924 errichtete Verstärkeramt der Bayerischen Postbauschule denkmalgerecht saniert und zu einem neuen kulturellen Treffpunkt ausgebaut.

Als Hauptgeschäftsführer von Kulturerbe Bayern obliegt Bernhard Kellner in erster Linie die Gesamtleitung aller operative Aufgaben. Zu seinen weiteren Funktionen zählen vor allem die strategische Fortentwicklung und Positionierung von Kulturerbe Bayern in Zusammenarbeit mit den Gremien der als Verein und Stiftung organisierten Initiative. Darüber hinaus verantwortet er den kaufmännischen Bereich sowie das Marketing und Fundraising. Er verrät: „Ich blicke sehr gerne auf viele spannende und herausfordernde Jahre in der Buchbranche zurück, in denen ich so viel bewegen und erleben durfte. Der Buchbranche werde ich aber nicht ganz verloren gehen, da ich für Kulturerbe Bayern eine ganze Menge Ideen für künftige Buchprojekte habe, worauf ich mich schon jetzt freue.“

Unterstützt wird Bernhard Kellner in seiner neuen Position von Dr. Rudolf Himpsl. Der Historiker bringt viel Erfahrung mit, denn er hat die Geschäftsstelle von Kulturerbe Bayern zunächst als Projektleiter aufgebaut und leitet diese nun seit 2018 als Geschäftsführer. Künftig konzentriert sich Himpsl auf die Zusammenarbeit mit institutionellen Förderern, den Ausbau von Partnerschaften, die verantwortliche Betreuung der von Kulturerbe Bayern treuhänderisch verwalteten Stiftungen sowie die wachsende Zahl der Vermittlungsangebote der Initiative.

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