Der Delfin gilt als eines der intelligentesten und menschenfreundlichsten Tiere der Meere. Diese Eigenschaften haben ihn schon früh zu einem Symbol in der Kunst gemacht. Schon Herodot berichtet in seiner Geschichte „Arion und der Delfin“ von einem Delfin, der den ertrinkenden Arion auf seinem Rücken an Land trug. Bereits in der Antike schmückten Delfine Mosaike, Vasen und Fresken. Sie galten als Begleiter der Götter, insbesondere des Meeresgottes Poseidon und der schaumgeborenen Venus sowie ihres Sohnes Amor, und standen für Schutz, Glück und Harmonie. Delfine sind aber auch fester Bestandteil und Attribut in Darstellungen von Meereswesen. In vielen Kulturen war der Delfin also mehr als nur ein Tier – er war ein Träger von Geschichten und Legenden. Die Darstellung des Delfins reicht dabei von naturalistischen Abbildungen bis hin zu stilisierten, fast abstrakten Formen. Künstler ließen sich von seiner Beweglichkeit, Eleganz und den spielerischen Verhaltensweisen inspirieren, wodurch der Delfin zu einem flexiblen Motiv in der Kunst wurde.