Der Bundeskulturetat 2025 steigt auf rund 2,33 Milliarden Euro. Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat den Etat für Kultur und Medien im kommenden Jahr um knapp 2 Prozent erhöht. Damit sollen sowohl die freie Kulturszene als auch große Kultureinrichtungen und Denkmalschutzprojekte gestärkt werden.
Der Bundeskulturetat 2025 steigt deutlich und stellt dem Staatsministerium für Kultur und Medien insgesamt 2,33 Milliarden Euro zur Verfügung. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies ein Plus von rund 2 Prozent. Staatsminister Weimer betonte, dass der Bund damit in das „demokratische Fundament unseres Landes“ investiere und den kulturellen Reichtum sowie die Medienvielfalt als zentrale Bestandteile der deutschen Kulturnation erhalte. Ein Schwerpunkt im Haushalt 2025 ist die Förderung der freien Szene. Die Bundeskulturfonds erhalten zusätzlich 6 Millionen Euro, sodass bundesweit noch mehr Projekte unterstützt werden können. Insgesamt steht für die sechs Bundeskulturförderfonds ein Budget von bis zu 24 Millionen Euro bereit. Dies unterstreicht die Bedeutung der freien Kulturszene, die durch ihre Vielfalt und Reichweite einen starken Beitrag zur Kulturlandschaft leistet. Auch große Kultureinrichtungen profitieren vom steigenden Bundeskulturetat 2025. Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz erhält zusätzlich 20,9 Millionen Euro, um die laufenden Transformationsprozesse abzuschließen und die Zukunftsfähigkeit der Museen zu sichern. Die Deutsche Nationalbibliothek und das Bundesarchiv werden mit weiteren Mitteln unterstützt, um ihre Infrastruktur und Archivarbeit auszubauen. Staatsminister Weimer kommentierte dies humorvoll: „Die Nofretete kann weiterhin froh lächeln.“
Die Förderung für das Jüdische Museum Berlin wird ebenfalls erhöht, um sichtbares jüdisches Leben als integralen Bestandteil der Gesellschaft zu stärken. Zusätzlich erhält die Stiftung Neue Synagoge Berlin, Centrum Judaicum, 175.000 Euro. Ein weiterer Schwerpunkt im Bundeskulturetat 2025 ist der Denkmalschutz. Für das Denkmalschutzsonderprogramm stehen 35 Millionen Euro bereit. Seit 2009 wurden rund 547 Millionen Euro in die Sanierung von über 3.000 national bedeutsamen Kulturdenkmälern und historischen Orgeln investiert. Staatsminister Weimer betont die Bedeutung der Maßnahmen für die Bewahrung des kulturellen Erbes für zukünftige Generationen. Der Bundeskulturetat 2025 steigt somit in einem angespannten Haushaltsumfeld, zeigt aber klare Prioritäten für die Förderung von Kultur, Medien und Denkmalschutz. Das Haushaltsgesetz tritt rückwirkend zum 1. Januar 2025 in Kraft.
