Schloss Augustusburg beeindruckt durch seine symmetrische Bauweise, die barocken Fassaden, den prächtigen Treppenaufgang und die kunstvollen Innenräume. Insbesondere das Prunktreppenhaus, das von Balthasar Neumann (1687–1753) entworfen und gestaltet wurde. Das Deckenfresko von Carlo Carlone (1686–1775) dient der Verherrlichung des Schlosserbauers. Schloss Falkenlust ist ein eleganter, eher intimer Bau, der die Lust am Jagen und an der Freizeitgestaltung des Adels zeigt. Der Grundriss des Schlosses lehnt sich an die Amalienburg in München an. Während Schloss Augustusburg ein Ort der Repräsentation war, diente Falkenlust dem privaten Vergnügen und als Rückzugsort für den Kurfürsten. Es wird geprägt von kleinen Kabinetten, mit intimem Charakter. Während die unteren Räume des Schlosses für die Hofgesellschaft zugänglich waren, dienten die oberen Räumen dem Fürstbischof. Besondere Prunkstücke der Raumgestaltung sind die Kabinette. Im unteren Stockwerk: Das Lackkabinett – ausgestattet mit feinsten chinesischen Lackarbeiten. In den privaten Gemächern Clemens Augusts: Das Spiegelkabinett – ein Raum der über und über mit Spiegeln besetzt ist, und schon den jungen Mozart und dessen Familie begeisterte.
In unmittelbare Nähe befindet sich eine Muschelkappelle – geweiht der Heiligen Maria Ägyptiaca – gewissermaßen ein Übergang zu den Ländereien, die die Schlösser umgeben. Während der Teil des Schlossparks rund um Schloss Falkenlust der Jagd diente und daher zunächst Wildgehege war, um dann im 19. Jahrhundert zum Landschaftspark im englischen Stil umgestaltet zu werden, ist der Teil rund um Schloss Augustusburg ein klassischer französischer Schlosspark. Dominiert wird er von Boskette, die den Anspruch widerspiegeln, das der Mensch sich auch die Natur zum Untertan machte. Die Schlösser und Parkanlagen stellen ein harmonisches Gesamtkunstwerk dar, das Architektur, Gartenkunst und Innenausstattung vereint – was die UNESCO auch dazu bewegte den Welterbetitel zu verleihen.