Bildwelten – Weltbilder

Das Forschungsprojekt Bildwelten – Weltbilder erfasste und untersuchte erstmals figürliche Wandmalereien der späten Romanik in Kirchen in Westfalen. Eine Wanderausstellung stellt nun die Ergebnisse des Projekts vor, auch die der Restaurierung.

 

Das Projekt, initiiert von der LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen, diente der wissenschaftlichen Bestandsaufnahme der Wandmalereien von 1160 bis 1270 in dreizehn Kirchen. Gleichzeitig war es dem LWL-Fachamt wichtig, diese Kunstgattung und ihre Geschichte in der Öffentlichkeit bekannt zu machen und dem Betrachter die historischen religiösen Bildwelten zu vermitteln.

Notwendige Restaurierungsmaßnahmen

Auch die Restaurierung der Wandmalereien wird in der Ausstellung auf mehreren Stellwänden thematisiert: Denn im Zusammenhang mit dem Forschungsprojekt wurden einige dringend notwendige Konservierungsmaßnahmen angestoßen und begleitet. „Bei den untersuchten Wandmalereien handelt es sich durchweg um nach 1945 von historistischen Übermalungen befreite oder neu freigelegte Malereien. Der Zustand war unterschiedlich, von sehr gut erhalten bis restaurierungsbedürftig aufgrund akuter Schäden in Form von starker Verschmutzung, mikrobiellem Befall, Malschichtverlusten oder Salzschäden“, erläutert Projektleiter Dr. Dirk Strohmann. In drei Kirchen wurde die gesamte Raumschale restauriert. Hauptsächlich wurden mit Reinigung, partieller Festigung oder Einstimmung der Fehlstellen Konservierungsmaßnahmen ausgeführt.

Zusätzlich wurden bei allen Wandmalereien Referenzflächen für ein Monitoring bestimmt, um den Zustand in regelmäßigen Abständen überprüfen und schädliche Veränderungen frühzeitig feststellen und beheben zu können.

Weitere Stationen der Ausstellung bis Mitte 2018 sind unter www.lwl.org/wandmalerei nachzulesen. Dort gibt es neben weiteren Informationen zum Projekt und den untersuchten Kirchen auch Bezugsnachweise für die wissenschaftliche Buchpublikation und einen Film über die Wandmalereien.