„Eigentum verpflichtet“

Noch bis 6. Januar 2020 läuft die Ausstellung „Eigentum verpflichtet. Eine Kunstsammlung auf dem Prüfstand “ 
im Zeppelin Museum Friedrichshafen. Thematisiert wird Raubkunst in Museen und Sammlungen

Kunstabteilung-Zeppelin-Museum
Kunstabteilung, Bereich "Mensch und Natur", © Zeppelin Museum, Foto: Myrzik

 

Ist das Raubkunst? Seit Jahren stellen sich Museen diese brisante Frage mit Blick auf ihre Sammlungen und tauchen oft zum ersten Mal tiefer in die eigene Geschichte ein. Auch das Zeppelin Museum arbeitet seit 2016 in detektivischer Forschungsarbeit die bewegten Geschichten der Kunstwerke seiner Sammlung auf: Woher kommen die gotischen Skulpturen, die barocken Malereien und Meisterwerke der Klassischen Moderne? Die Sonderausstellung „Eigentum verpflichtet. Eine Kunstsammlung auf dem Prüfstand “ macht Schicksale von Sammlern sichtbar, von geraubten oder verlagerten Kunstwerken und Hetzaktionen der Nationalsozialisten gegen die Moderne Kunst. Kritisch blickt sie aber auch auf Friedrichshafen und den Bodensee als Rückzugsort ehemaliger NS-Größen und ausgeklügelter Händlernetzwerke zwischen Deutschland, der Schweiz und Österreich. Kuratiert wird die Schau von Fanny Stoye, Provenienzforscherin, und Sabine Mücke, Wissenschaftliche Mitarbeiterin Abteilung Zeppelin.

Einen Blick in die Ausstellung gibt es hier:

Den Abschluss des wissenschaftlichen Rahmenprogramms bildet der Vortrag „Von Radios über Autos bis zu Durchlauferhitzern. Der NS-Raub von Alltagsgegenständen und Provenienzforschung an Technischen Museen“ von Mag. Dr. Christian Klösch (Abteilungsleitung Provenienz-Forschung, Technisches Museum Wien). Er referiert heute, Do., 31. Januar 2019, um 19:00 Uhr
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INFORMATION:
Zeppelin Museum Friedrichshafen GmbH
Dominik Busch
Leiter & Kurator Abteilung Diskurs & Öffentlichkeit
+49 7541 3801 26
E-Mail: busch@zeppelin-museum.de
https://www.zeppelin-museum.de/