Auf nach Bern!

Die zweite Cultura Suisse, die Schweizer Fachmesse für Museen Denkmalpflege und Kulturgüter ist eröffnet – und  lädt vom 22. bis 24. Januar 2020 nach Bern ein

Die zweite Cultura Suisse, die Schweizer Fachmesse für Museen Denkmalpflege und Kulturgüter ist eröffnet – und  lädt vom 22. bis 24. Januar 2020 nach Bern ein. Foto: Cultura Suisse
Die zweite Cultura Suisse, die Schweizer Fachmesse für Museen Denkmalpflege und Kulturgüter ist eröffnet – und  lädt vom 22. bis 24. Januar 2020 nach Bern ein. Foto: Cultura Suisse

Hohes Interesse und positive Rückmeldungen prägten die Erstausgabe der neuen Schweizer Kulturerbe-Messe Cultura Suisse im Januar 2019 in Bern. Nach diesem erfolgreichen Start zog Messeleiter Peter Plan gleich nach und veranstaltet jetzt im Januar 2020 die zweite Ausgabe der Messe. Heute ist Eröffnung. Ab 2020 findet die neue Messe dann im 2-Jahres-Turnus statt.

Die Cultura Suisse greift in Podiumsdiskussionen und-gesprächen aktuelle Themen auf. Was für ein Programm erwartet die Besucher? Heute Mittag um 12:00 Uhr steht gleich nach der offiziellen Eröffnung die Digitalisierung im Museum im Fokus, bietet sie doch den Museen viele Möglichkeiten, um ihren Auftrag als Orte des Wissens, Bewahrens und Vermittelns auf eine vielfältige, breite, vernetzte, internationale, inklusive und partizipative Weise wahrnehmen zu können. In der Museumslandschaft lässt sich zugleich von einer digitalen Kluft sprechen, was den Digitalisierungsstand von grossen versus mittleren und kleinen Museen betrifft. Stefan Zollinger (Vorstand VMS, Vorsteher Amt für Kultur Kanton Nidwalden, Leiter Nidwaldner Museum) moderiert die Diskussion mit Peter Wandeler (Musée d’histoire naturelle Fribourg), Sibylle Lichtensteiger vom Stapferhaus und Martin Bütikofer (Verkehrshaus der Schweiz).

Die nächste Diskussionsrunde um 14:00 Uhr beschäftigt sich mit der „Davos Declaration“ von 2018, mit der die Bedeutung hochwertiger Baukultur in Europa gestärkt werden soll. Denn es gebe einen dringenden Bedarf für „eine Aufwertung der gebauten Umwelt in Europa“, so der Text der Deklaration der europäischen Kulturminister. Sie wollen damit auf aktuelle Herausforderungen wie die wachsende Urbanisierung, die Schrumpfung ländlicher Räume, die Ressourcenknappheit und den Flächenverbrauch reagieren. Doch wie so oft bei Deklarationen, sind die Einzelheiten nicht geklärt. Das Podium fragt daher, „wieviel Architektur, wieviel Denkmal- und Landschaftsschutz in dieser „Baukultur“ stecken. Zu diesem Thema diskutieren Oliver Martin, Leiter der Sektion Heimatschutz und Denkmalpflege des Bundesamtes für Kultur, Stefan Kunz, Direktor Heimatschutz und Judith Rohrer von den Fachstelle Gartendenkmalpflege der Stadt Zürich.

Morgen, am 23. Januar, wird es erstmals und extra für kleinere Museen, die wenige oder keine personellen und finanziellen Ressourcen für das Besuchermarketing haben, den „1. Schweizer Museums- Marketing-Tag“ geben. Der Tag wird von der Stiftung Schweizer Museumspass in Zusammenarbeit mit der Messe und dem Verband der Museen der Schweiz (VMS) organisiert. Ziel ist es, so die Organisatoren, „kleinen und mittelgroßen Museen zu zeigen, wie sie mit verhältnismäßig geringem Aufwand Vorhandenes optimieren und ihr Marketing kostengünstig ausbauen können.“

Weitere Details des Rahmenprogramms erfahren Sie in der RESTAURO 1/2020, www.restauro.de/shop oder unter www.cultura-suisse.ch.