Auf die Restaurierung von Steinzeugfliesen spezialisiert

Wer nur Augen für die Architektur eines Denkmals hat, dem entgeht leicht die Pracht alter Fliesenböden. Sind diese auch noch beschädigt und bedürfen detailgetreuer Replikate, springt die Manufaktur von Zahna in Sachsen-Anhalt ein

Den Boden unter den Füßen verlieren – nicht metaphorisch gesprochen, sondern leider ganz real. So geschehen in der Philharmonie in St. Petersburg, oder in der Wiener Hermesvilla, „Sissis Traumschloss“, das verlässlich von Touristen überrannt wird. Doch woher stilistisch korrekte Fliesen nehmen? Wenn es sich um ein historisches Gebäude handelt, kann sich die Ersatzteilbeschaffung über Jahre hinziehen – oder gar aussichtslos enden. Dann empfiehlt sich ein Blick auf das Angebot der Zahna-Fliesen GmbH. Der Hersteller von Feinsteinzeugfliesen hat sich auf die Restaurierung von Böden spezialisiert und nicht nur in St. Petersburg und Wien ausgeholfen, sondern auch im Meißner Dom oder dem Krakauer Nationalmuseum seine Spuren hinterlassen. Das fand die Europäischen Leitmesse für Denkmalpflege, Restaurierung und Altbausanierung „denkmal“ preisverdächtig und zeichnete das Unternehmen 2018 für die herausragende Leistung in der Denkmalpflege mit einer Goldmedaille aus.

Originalgetreue Reproduktionen von Steinzeugfliesen

Bis es dazu kam, war ein weiter Weg zurückzulegen. Nicht per pedes, sondern mit Sinn für akribische Detailarbeit. Seit 1891 legt der unter dem Namen Utzschneider und E. Jaunez gegründete Betrieb Wert darauf, seine Dekorfliesen mit viel Liebe zum Detail von Hand zu fertigen. Das Spektrum reicht von zauberhaften Fliesenserien wie „Fleur de Lys“ im klassisch-ornamentalen Design bis zu „Alt Dessau“ mit klaren Linien, die an den Bauhausstil der 1920er-Jahre angelehnt sind. Die werkseigene Manufaktur fertigt auch originalgetreue Reproduktionen nach den Wünschen der Bauherren und Architekten, ganz so wie früher, als jede Villa noch individuelle Züge trug.

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Die Dekore entstehen mit Hilfe der „Designschablone

Für eine detaillierte Nachbildung ist immer die Entnahme einer originalen Fliese notwendig. Die Farbentwicklung übernimmt dann das hauseigene Labor. Die Herstellung des Pressgranulates erfolgt aus zu 100 % heimischen Rohstoffen. Die Dekore entstehen mit Hilfe der „Designschablone“, einem Messinggitter, das in die Pressform eingelegt wird. Die Formkammern der Schablone werden von Hand mit dem Granulat befüllt, einem Gemisch aus Ton, Kaolin und Feldspat, sowie Farben. Genügt die Qualität des Rohlings nach der Pressung nicht, müs- sen alle Arbeitsschritte wiederholt werden. Je nach Anzahl der Farben und der Form des Musters können so maximal 150 Fliesen je Schicht gepresst werden. Zu guter Letzt werden sie getrocknet und bei ca. 1230°C gebrannt.

Lesen Sie weiter in der RESTAURO 1/2022.

 

Tipp: Das Kolosseum in Rom zählt zu den sieben Weltwundern der Neuzeit. Ab 2023 soll eine neue Bodenkonstruktion das Zentrum des Amphitheaters für Besucher:innen begehbar machen.