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		<title>Restauro RSS</title>
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		<lastBuildDate>Fri, 03 May 2013 09:39:00 +0200</lastBuildDate>
		
		
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			<title>Bauleitung: erstes berufsbegleitendes Masterstudium </title>
			<link>http://www.restauro.de/blog/bauleitung-erstes-berufsbegleitendes-masterstudium.html</link>
			<description>Das Institut Architektur in Muttenz bei Basel startet zum Herbstsemester 2013 das erste...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="fileadmin/user_upload/restauro/Blog_2013_Abb/Bauleitung_master.jpg" alt="" width="540" height="140" />Das Institut Architektur in Muttenz bei Basel startet zum Herbstsemester 2013 das erste berufsbegleitende Masterstudium Bauleitung, das sich auch an Architekten und verwandte Berufsgruppen wendet. Neu ist nicht nur der Studiengang selbst, sondern auch die Ausrichtung der Inhalte an den Erfordernissen der Praxis: Bauorganisation, Baukostenplanung, Fachbauleitung, Bauphysik und last but not least Kommunikation.
Das Studium schließt nach zwei bis drei Jahren mit dem Titel »Master of Advanced Studies FHNW in Bauleitung«. Der Anmeldeschluss ist am 16 Juli 2013.
 
»Die erfolgreiche Umsetzung eines Bauprojektes ist ganz wesentlich vom Bauleiter abhängig«, so Professor Matthias Ackermann, Leiter des Instituts Architektur an der Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW in Muttenz. »Um Bauqualität, Kosten und Termine zu sichern, braucht Bauleitung heute neben fachlicher Kompetenz mehr denn je organisatorische und kommunikative Kompetenz, um auf Bauschadenshaftung, interkulturelle Barrieren oder Kostendruck effektiv reagieren zu können.« Trotz der großen Nachfrage nach qualifizierten Bauleiterinnen und Bauleitern bietet bislang keine süddeutsche oder Schweizer Hochschule eine angemessene Weiterbildung in dieser Sparte an. Diese Lücke schließt jetzt die Fachhochschule Nordwestschweiz mit dem berufsbegleitenden Master-Studium des Instituts Architektur, das zum Herbstsemester 2013 auf dem Hochschul-Campus beim Bahnhof Olten startet. Die universell anwendbaren Inhalte und die gute Verkehrsanbindung sollen diesen Master auch für Baufachleute aus Süddeutschland interessant machen.
Gründe für den erhöhten Bedarf an Fachkompetenz auf der Baustelle liegen in den stetig zunehmenden qualitativen Anforderungen an die Gebäude, der raschen Entwicklung der Bautechnik, den verschärften gesetzlichen Rahmenbedingungen und im ausgeprägten Mangel an qualifizierten Handwerkern. Neue Materialien, Systeme und Verfahren führen in Kombination mit den heute geltenden bauphysikalischen Anforderungen zu unbefriedigenden oder gar schadhaften Lösungen. Termin- und Kostendruck akzentuieren diese Problematik. Der Bauleiterin, dem Bauleiter kommt deshalb in der Umsetzungsphase zu Recht eine Schlüsselrolle zu.
Das Master-Studium Bauleitung eignet sich für Architekten und verwandte Berufe. Es umfasst sechs Module: Baukostenplanung, Bauorganisation, Management Skills, Bauphysik in der Praxis, Fachbauleitung sowie die Master-Thesis. Im Zentrum steht die fachgerechte Ausführung eines Bauvorhabens, eingeschlossen die Ausschreibung und die Qualitätssicherung auf der Baustelle.
Je nach Abfolge der einzelnen Zertifikatslehrgänge dauert das Master-Studium zwei bis drei Jahre und ermöglicht den Titel »Master of Advanced Studies FHNW in Bauleitung«, kurz MAS Bauleitung.
 
Weitere Infos: <link http://www.fhnw.ch/wbbau>www.fhnw.ch/wbbau</link>.
 
<em>Ansprechpartner Studiengang:</em>
Prof. Matthias Ackermann, dipl. Architekt ETH BSA SIA, Leiter Institut Architektur FHNW, Gründenstrasse 40, 4132 Muttenz, Schweiz,<br />Tel +41 61 467 42 72, <link matthias.ackermann@fhnw.ch>matthias.ackermann@fhnw.ch</link>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Fri, 03 May 2013 09:39:00 +0200</pubDate>
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		</item>
		
		<item>
			<title>Internationale Denkmalpflegetagung im September</title>
			<link>http://www.restauro.de/blog/internationale-denkmalpflegetagung-im-september.html</link>
			<description>Nach einer Reihe großer internationaler Tagungen zu aktuellen Themen der Restaurierung und der...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Nach einer Reihe großer internationaler Tagungen zu aktuellen Themen der Restaurierung und der Denkmalpflege lädt die HAWK im September 2013 erneut zu einer großen internationalen Denkmalpflege-Tagung ein: Unter dem Motto <em>»Geteilt – Vereint! Denkmalpflege in Mitteleuropa zur Zeit des Eisernen Vorhangs und heute«</em> diskutieren renommierte Denkmalpfleger aus Theorie und Praxis sowie Nachwuchswissenschaftler/innen vom 25. bis 28. September 2013 in Hildesheim.
 
Die Tagung will anhand thematischer Schwerpunkte, repräsentativer Fallbeispiele und verschiedener Akteure die Forschung zur bislang vernachlässigten Geschichte der mitteleuropäischen Denkmalpflege nach 1945 beidseits des Eisernen Vorhangs vorantreiben.  Ziel ist es, die Bedeutung dieser Epoche für den heutigen Denkmalbestand und für unser aktuelles Geschichtsverständnis zu analysieren. Dabei stellen sich u. a. folgende Fragen:
Welchen historischen Stellenwert haben diese zeitgeschichtlich geprägten Interpretationen und Präsentationen von Denkmalen heute? Wie schützenswert sind sie auch als Veranschaulichung unserer jüngsten mitteleuropäischen Geschichte? Welche technischen Defizite weisen denkmalpflegerische Maßnahmen auf, die in einer jahrzehntelangen Mangelgesellschaft entstanden sind: Kann man z. B. technisch nachbessern ohne ihre historische Aussage zu verlieren?
Der Tagungsort ist dafür gut geeignet, sind doch gerade die beiden Hildesheimer UNESCO-Welterbekirchen  stark von der Nachkriegszeit  geprägt und nun wieder in der denkmalpflegerischen Diskussion.
<img src="fileadmin/user_upload/restauro/Blog_2013_Abb/Geteilt_vereint_gesamt.jpg" alt="" width="540" height="720" />
<span style="font-size: 12px; font-weight: bold;">Marktkirche Halle an der Saale: Die spätgotische Hallenkirche ist heute geprägt durch eine umfassende Restaurierung, die nach einer Explosion der Dampfheizung (1967 bis 1984) durchgeführt wurde. Foto: Ursula Schädler-Saub</span>
<span style="font-size: 12px; font-weight: bold;"><br /></span>
Die Veranstalterinnen der HAWK, Prof. Dr. Ursula Schädler-Saub von der Fakultät Bauen und Erhalten und Dr. Angela Weyer vom Hornemann Institut, wollen das Tagungsziel hauptsächlich über vier Wege anstreben:
 
1. die Kooperation mit fachlich hochkarätigen und international vernetzten Fachinstitutionen wie ICOMOS (Internationaler Rat für Denkmalpflege), Geisteswissenschaftliches Zentrum Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas an der Universität Leipzig (GWZO) und dem Arbeitskreis deutscher und polnischer  Kunsthistoriker und Denkmalpfleger,
 
2. die erstmalige Präsentation eines von der HAWK (Prof. Dr. Ursula Schädler-Saub) maßgeblich bestimmten mehrjährigen Forschungsprojekts, das unter Einbeziehung einiger Nachwuchswissenschaftler/innen der HAWK  zwanzig Jahre nach der Wiedervereinigung Deutschlands die Grundsatzüberlegungen und die Praxis der Denkmalpflege im geteilten Deutschland erforschte, mit ihren Auswirkungen auf das denkmalpflegerische Handeln im wiedervereinten Deutschland,
 
3. die Integrierung einiger, in diesem Fach sehr prominenter Zeitzeugen und Entscheidungsträger damaliger und heutiger Denkmalpfleger in der einführenden Podiumsdiskussion und in Keynotes und
 
4. die Durchführung eines ein internationalen so genannten Call for Papers vorab, mit dessen Hilfe einige promovierende Nachwuchswissenschaftler/innen oder Post-Docs verschiedener Fachdisziplinen (insb. Geschichte, Architektur, Kunstgeschichte, Politologie) in Mitteleuropa als Referenten/innen gewonnen werden konnten.
 
Die Anmeldung zur Tagung ist jetzt über das Hornemann Insitut möglich. Weitere Infos auch zur Tagung unter:
<link http://www.hornemann-institut.de/german/tagung_geteilt_vereint.php>www.hornemann-institut.de/german/tagung_geteilt_vereint.php</link>
 
 ]]></content:encoded>
			<category>Denkmalpflege</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 03 May 2013 09:17:00 +0200</pubDate>
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		</item>
		
		<item>
			<title>Neuer Vorstand für den IIC-Österreich</title>
			<link>http://www.restauro.de/blog/neuer-vorstand-fuer-den-iic-oesterreich.html</link>
			<description>Am 25. April 2013 hat der IIC-Österreich einen neuen Vorstand gewählt: Dr. Paul-Bernhard Eipper,...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="margin: 0cm 0cm 0.0001pt; font-size: 11pt;" class="MsoNormal">Am 25. April 2013 hat der IIC-Österreich einen neuen Vorstand gewählt: Dr. Paul-Bernhard Eipper, Leiter des Referats Restaurierung am Universalmuseum Joanneum, Graz, und seine Stellvertreterin Diplom-Restauratorin Christina Schaaf, Niederösterreichisches Landesmuseen St. Pölten, folgen dem bisherigen Vorsitz, bestehend aus der Präsidentin Univ.-Prof. Dr. Gabriela Krist (Universität für angewandte Kunst Wien) und der Vizepräsidentin Mag. Christa Hofmann (Österreichische Nationalbibliothek).</p>
<p style="margin: 0cm 0cm 0.0001pt; font-size: 11pt;" class="MsoNormal"> </p>
<p style="margin: 0cm 0cm 0.0001pt; font-size: 11pt;" class="MsoNormal">Als bisher einzige deutschsprachige Sektion des 1950 in London gegründeten IIC (International Institute for Conservation) wurde IIC-Österreich im Jahr 1978 ins Leben gerufen und hat heute ca. 400 Mitglieder. Ziel des IIC-Österreich ist – analog zur Mutterinstitution – die fachbezogene Förderung der Konservierung von Kunst- und Kulturgut in den Bereichen Denkmalpflege, Museen, Hochschulen und freien Berufen gemäß international anerkannten Standards sowie die Pflege internationaler Fachkontakte. Die Tätigkeit des Vereins ist nicht auf Gewinn ausgerichtet. Der Weltkongress des IIC tagte zuletzt letztes Jahr in Wien.</p>]]></content:encoded>
			<category>Beruf</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 02 May 2013 00:00:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Vortrag zu Klimavorgaben in Museen</title>
			<link>http://www.restauro.de/blog/vortrag-zu-klimavorgaben-in-museen.html</link>
			<description>Eine zentrale Frage für die Restaurator/inn/en in Museen sind die Klimabedingungen, bei denen...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Eine zentrale Frage für die Restaurator/inn/en in Museen sind die Klimabedingungen, bei denen Kunstgegenstände aufzubewahren sind. Denn Temperatur und Luftfeuchtigkeit haben einen großen Einfluss auf den Erhaltungszustand der kostbaren Güter und können – in falscher Höhe – zu irreversiblen Schäden führen. <br /><br />Da zu dieser restauratorischen Kernkompetenz gerade eine aktuelle Debatte entbrannt ist, ausgelöst durch einen Vorschlag der sog. Bizot Gruppe, die bisherigen weltweiten Klimastandards zu erweitern und die spezifischen Notwendigkeiten einzelner Materialien und verschiedenen Klimaregionen stärker zu berücksichtigen, widmet sich die gerade ausgelieferte <link archiv/zeitschrift/restauro-3-2013.html>RESTAURO 3/2013</link> diesem komplexen Thema.<br /><img style="margin: 5px;" src="fileadmin/user_upload/restauro/Blog_2013_Abb/Hornemannkolleg_Klimastabilitaet.jpg" alt="Der Hornemann Kolleg" width="540" height="382" /><br />Im Rahmen des »<link http://www.hornemann-institut.de/>Hornemann Kolleg 2 – In der HAWK</link>« erläutert Prof. Dr.-Ing. Hans-Peter Leimer (Fakultät Bauen und Erhalten) am 13. Mai 2013 die bauphysikalischen Grundlagen zur »Klimastabilität in Museen«, die zum Verständnis der Problematik wichtig sind. Er erklärt die Zusammenhänge am Beispiel des Herzog-Anton-Ulrich-Museums in Braunschweig, für die er im Rahmen der Gebäudemodernisierung bauphysikalische Berechnungen unter instationären Randbedingungen (Simulationen) durchgeführt hat. Mit Hilfe dieser Berechnungen war es ihm zum einen möglich, bauliche Grundanforderungen für eine bauphysikalisch richtige Instandsetzung zu entwickeln und damit die Planungssicherheit zu erhöhen. Zum anderen ermöglichte ihm die Simulation des ganzjährigen Wärme-, Feuchte- und Energieverhaltens der Ausstellungsräume eine Optimierung des Klimatisierungskonzeptes. Prof. Leimer wird in seinem Vortrag verschiedene Lösungsmöglichkeiten diskutieren.<br /><br />Zum Vortrag mit anschließendem Gespräch und Umtrunk lädt am 13. Mai 2013, um 18.30 Uhr, das Hornemann Institut der <link http://www.hawk-hhg.de/bauenunderhalten/default.php>HAWK</link> ganz herzlich in die Alte Bibliothek, Brühl 20, in Hildesheim ein! Es werden einige Hefte der <link archiv/zeitschrift/restauro-3-2013.html>RESTAURO 3/2013</link> vom Callwey Verlag an Studierende verschenkt.]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Wed, 24 Apr 2013 13:45:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Typisch Japan. Reisefotografie des 19. Jahrhunderts</title>
			<link>http://www.restauro.de/blog/typisch-japan-reisefotografie-des-19-jahrhunderts.html</link>
			<description>Das Museum für Kunst und Gewerbe zeigt ab 24. April 2013 in der Ausstellung »Typisch Japan....</description>
			<content:encoded><![CDATA[Das <link http://www.mkg-hamburg.de/de/ausstellungen/aktuell.html>Museum für Kunst und Gewerbe</link> zeigt ab 24. April 2013 in der Ausstellung »Typisch Japan. Reisefotografie des 19. Jahrhunderts« rund 100 Exponate der japanischen Reisefotografie aus seiner Sammlung. Die zwischen 1807 und 1900 entstandenen Aufnahmen sind zum Teil handkolorierte Fotografien, Glasdias, Stereofotografien, Lack-Alben und Fotopostkarten. Die Werke wurden von elf verschiedenen Fotografen und Ateliers geschaffen.
<img src="fileadmin/user_upload/restauro/Ausstellungen_Abb/Ausst_2013/MKG_TypischJapan_01.jpg" alt="" width="540" height="405" />
<h6>Kusakabe Kimbei: Tänzerinnen, um 1890. Albumin, koloriert. <br />Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg <br />Foto © Maria Thrun</h6>
 
Im Fokus der Ausstellung steht die Rolle der Fotografie im aufkommenden Tourismus, durch den in Japan eine Massenproduktion an Souvenirs ausgelöst wurde. Dabei war das beliebteste Andenken ein Foto. Neben Architektur- und Landschaftsaufnahmen gehören Typenportraits zu den häufigsten Motiven. So zieren zum Beispiel Geishas, Samurai, Ringer, Lastenträger und Straßenverkäufer die Aufnahmen.
<img src="fileadmin/user_upload/restauro/Ausstellungen_Abb/Ausst_2013/MKG_TypischJapan_2_01.jpg" alt="" width="540" height="694" />
<h6>Kusakabe Kimbei: Bauer, um 1885. Albumin, koloriert. <br />Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg <br />Foto © Maria Thrun</h6>
 
Zusätzlich zu den Fotografien wird Kunsthandwerk, das auf den Weltausstellungen in London, Paris, Wien und Chicago verkauft wird und in Japan sehr beliebt ist, gezeigt. Es werden unter anderem Vasen, Schalen, Figuren, Holzschnitte, Lackkästchen sowie Räuchergefäße präsentiert.
Die Ausstellung läuft noch bis zum 4. August 2013.
<h6><img src="fileadmin/user_upload/restauro/Ausstellungen_Abb/Ausst_2013/MKG_TypischJapan_3_01.jpg" alt="" width="540" height="678" /><br />Kihei Tamamura: Junge Frau in einer Rikscha sitzend, um 1900. Albumin, koloriert. <br />Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg <br />Foto © Maria Thrun</h6>]]></content:encoded>
			<category>Ausstellungen</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 18 Apr 2013 12:59:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Reichsmuseum Amsterdam wieder offen</title>
			<link>http://www.restauro.de/blog/reichsmuseum-amsterdam-wieder-offen.html</link>
			<description>Nach zehn Jahren umfassender Umbau- und Renovierungsarbeiten hat das »Rijksmuseum« in Amsterdam...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Nach zehn Jahren umfassender Umbau- und Renovierungsarbeiten hat das <link https://www.rijksmuseum.nl/>»Rijksmuseum«</link> in Amsterdam seine Pforten nun wieder für Besucher geöffnet.
Das spanische Architekturbüro Cruz y Ortiz Arquitectos führte das Museum vom 19. ins 21. Jahrhundert. Unter der Leitung von Van Hoogevest wurde das aufwendige Konzept von Pierre Cuypers, dem ursprünglichen Architekten des Museums, im Zuge der Restaurierungsarbeiten wieder aufgegriffen. Der Pariser Architekt Jean-Michel Wilmotte entwarf die neue Ausstattung der Gallerien und verband die Pracht des 19. Jahrhunderts mit modernem Design.
<img style="margin: 5px;" src="fileadmin/user_upload/restauro/Blog_2013_Abb/Rijksmuseum_2.jpg" alt="Thron" width="540" height="881" />
<h6>Thronsessel von König Willem II, Willem III und Wilhelmina, Gebrüder Horrix, 1842 - 1849.</h6>
<h6>Foto ©  Leihgabe von der Stichting Historische Verzamelingen van het Huis Oranje-Nassau. Sammlung Rijksmuseum, Amsterdam</h6>
 
Auch die Ausstellungen sind neu gestaltet. Zum ersten Mal wird der Besucher chronologisch durch die Sammlungen geführt. In 80 verschiedenen Bereichen geben 8.000 Exponate die niederländische Geschichte und Kunst wieder. Gezeigt werden neben Bildern und Zeichnungen auch Fotografien, Porzellan, Schmuck, Möbel und vieles mehr.<br />Mittelpunkt der Ausstellung ist Rembrandts Meisterwerk »Die Nachtwache«, welches als einziges Stück auf seinen ursprünglichen Platz im Museum zurückgekehrt ist.
<img style="margin: 5px;" src="fileadmin/user_upload/restauro/Blog_2013_Abb/Rijksmuseum.jpg" alt="Rembrandt" width="540" height="439" />
<h6>Die Nachtwache, Rembrandt Harmenszoon van Rijn, 1642.<br />Foto © Leihgabe von der Stadt Amsterdam. Sammlung Rijksmuseum, Amsterdam.</h6>
 
Die Sonderausstellungen werden ebenfalls erstmals gesondert zu sehen sein. Neben teilweise bekannten Exponaten aus den Bereichen der angewandten Kunst, der Wissenschaft und der nationalen Geschichte werden dem Besucher außerdem über 100 neue Kunstobjekte präsentiert. Ein besonderes Highlight unter den neu erworbenen Stücken ist zum Beispiel ein seltener weißer Sessel aus dem Jahre 1923 von dem niederländischen Designer und Architekten Gerrit Rietveld.
<img style="margin: 5px;" src="fileadmin/user_upload/restauro/Blog_2013_Abb/Rijksmuseum_1.jpg" alt="Triton" width="540" height="803" />
<h6>Triton, Adriaen de Vries, ca. 1615 - ca. 1618.<br />Foto © Leihgabe vom Nationalmuseum Stockholm. Sammlung Rijksmuseum, Amsterdam.</h6>
 ]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Wed, 17 Apr 2013 00:00:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Neue Untersuchung zum Digitalen Kunstmarkt </title>
			<link>http://www.restauro.de/blog/neue-untersuchung-zum-digitalen-kunstmarkt.html</link>
			<description>Eine neue Untersuchung von Hiscox zeigt den wachsenden Trend, Kunst online zu kaufen: 71 % der...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Eine neue Untersuchung von <link http://www.hiscox.de/Default.aspx?tabid=518>Hiscox </link>zeigt den wachsenden Trend, Kunst online zu kaufen: 71 % der befragten Kunstsammler haben bereits Kunst gekauft, ohne das Werk vorher persönlich in Augenschein genommen zu haben. Sie treffen ihre Entscheidung anhand eines JPEG-Bildes und ein Viertel der etablierten Sammler gibt dabei beachtliche Summen aus.<br />Der Hiscox Online Art Trade Report untersucht, wie sich die Kaufgewohnheiten von Kunstsammlern in einer sich weiter digitalisierenden Welt entwickeln. Der Bericht befasst sich auch mit dem Vertrauen moderner Kunstsammler, die sich beim Kauf von Kunstwerken nur auf ein digitales Bild stützen, und den Möglichkeiten, die sich dadurch für Galerien und Händler bieten. Die Ergebnisse beruhen auf Hunderten von Gesprächen mit international einflussreichen Kunstkäufern, Sammlern und Galerien, aktiv auf dem derzeitigen Kunstmarkt. Außerdem betrachtet der Bericht die Unterschiede beim Kaufverhalten nach Altersgruppen, Geschlecht und Ländern und der Art und Weise, wie Kunst auf einem Onlinemarkt gekauft wird.
<br />Deutlich wird, dass die Galerien die Möglichkeiten des digitalen Marktes nutzen: 89 % gaben an, dass sie regelmäßig Kunst nur auf der Grundlage eines digitalen Bildes an ihre Klienten verkaufen. <br />Nicht weniger als die Hälfte der befragten Teilnehmer in der Altersgruppe ab 65 gibt an, dass sie Kunst bereits direkt online gekauft haben. Außerdem zeigt die Untersuchung, dass Männer sich beim Kunstkauf online leichter tun als Frauen.
<img style="margin: 5px;" src="fileadmin/user_upload/restauro/Blog_2013_Abb/Hiskox.jpg" alt="Onlineauktion" width="540" height="360" />
<br />Auch geografische Unterschiede im Verhalten beim Online-Kunstkauf werden deutlich. Käufer aus Europa und Amerika setzen mehr Vertrauen in den Online-Kunstkauf als Asiaten. Allerdings sind bei den Sammlern aus Asien höhere Summen wahrscheinlicher: 38 % von ihnen würden 50.000 Pfund oder mehr für ein einzelnes Kunstwerk ausgeben (mit der größten Wahrscheinlichkeit in einer Auktion), im Vergleich zu 20 % der Amerikaner und 15 % der Europäer. Während Galerien in Europa und Amerika im Allgemeinen eine lokale und regionale Kundschaft haben, gaben 40 % der befragten Galerien in Asien an, das Internet sei ein wichtiger Weg, Käufer aus den USA und Europa anzusprechen.
Wenig überraschend ist, dass die größten Hemmnisse für Käufer beim Online-Kunstkauf im Zusammenhang mit Fragen der Herkunft und Echtheit sowie mit dem Ruf des Verkäufers auftauchen. Die Untersuchung zeigt, dass mehr als drei Viertel der befragten Galerien derzeit ihren Kunden nicht die Möglichkeit bieten, das Geschäft online, ohne oder fast ohne Mitwirkung des Händlers, abzuschließen. Allerdings scheinen die Galerien sich diesen Möglichkeiten zu öffnen, denn gut die Hälfte der teilnehmenden Galerien plant, in den nächsten 12 Monaten eine Strategie für den Onlineverkauf umzusetzen. Von den Galerien, die bereits über ihre Website verkaufen, gaben 72 % an, ihre Onlineverkäufe fänden mit neuen Sammlern statt. Dies weist auf eine wichtige Chance für „physische“ Galerien mit etabliertem Ruf hin, diesen für neue Wege zum Kunstkauf zu nutzen, besonders für Kunstwerke im unteren Preissegment.<br />Es ist noch offen, ob sich alle Bereiche der Kunstwelt dem Onlinehandel öffnen werden. Der Kunstmarkt befindet sich an einem  Wendepunkt und hat das Potenzial, sich in den nächsten Jahren grundlegend zu ändern.<br /><br />Quelle: Hiscox
 
<em>Mehr zum Thema:<br /></em><em>Restauro berichtete bereits vor einigen Tagen von dem deutschlandweit ersten reinen Online Auktionshaus im Bereich Kunst-und Antiquitätenhandel. Mehr dazu finden Sie auf unserem Blog <link blog/online-aktionshaus-fuer-kunst-und-antiquitaeten.html>»Online-Auktionshaus für Kunst und Antiquitäten«</link>.</em>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Tue, 16 Apr 2013 00:00:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Ein zweiter Felix für den Kulturgüterschutz?</title>
			<link>http://www.restauro.de/blog/ein-zweiter-felix-fuer-den-kulturgueterschutz.html</link>
			<description>Er war 9 als er sich aufmachte, die Welt zu retten. Das war 2007. Heute leitet Felix Finkbeiner aus...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Er war 9 als er sich aufmachte, die Welt zu retten. <br />Das war 2007. Heute leitet Felix Finkbeiner aus Tutzing eine der wohl größten Kinder-Kampagnen für den Umweltschutz: »Plant for the Planet«. Dabei helfen ca. 100?000 Kinder mit Baumpflanzaktionen, den CO2-Ausstoß zu verringern. Seit 2011 gibt es sogar einen Weltvorstand, in dem 14 Kinder in 8 Nationen vertreten sind; für den Schutz unserer Umwelt und für eine bessere Zukunft. Sein Antrieb, so berichtete Felix kürzlich, sei: Er wolle selbst mitbestimmen, in welcher Welt er -später lebt. Damit macht er eine zentrale Aussage, denn Klimaschutz geht uns alle an.
In einer Zeit, in der die Gletscher rasant abschmelzen und in der wir erhebliche Klimaveränderungen und -katastrophen erleben, ist der Klimaschutz zu einem so zentralen Thema geworden, dass er in allen Bereichen zum Tragen kommt. Auch Denkmalpflege und Museen müssen sich dem stellen, und sie tun dies bereits seit Jahren aktiv und auch motiviert.
<img style="margin: 5px;" src="fileadmin/user_upload/restauro/Blog_2013_Abb/NL-313_Editorial-1.jpg" alt="Klimatisierung in Museen" width="540" height="405" />
<h6>Bei der Klimatisierung sind Museen dazu angehalten, sowohl die Kunstwerke zu schützen als auch ökologische Gesichtspunkte zu berücksichtigen. Beispielsweise wird im Museum Brandhorst das stabile Innenklima durch eine Bauteilaktivierung in Wänden und Böden sichergestellt.<br />Foto © Bayerische Staatsgemäldesammlungen München</h6>
<br />Das Diktat der Energieeinsparungen zwingt die Museen jedoch zu immer mehr Eingeständnissen wie z.?B. der aktuell diskutierten Aufweichung der bisherigen Klimagrenzwerte, wobei nicht klar ist, wie sehr dies Einfluss auf die Erhaltung der Kulturgüter haben wird. <br />Weil die Klimatisierung für Sammlungen so wichtig ist, befasste sich im November eine Tagung in München mit dem Thema. Hierbei zeigte sich, dass sich nach wie vor keine <br />einfachen Aussagen zu den Auswirkungen des Klimas auf Schadensmechanismen treffen lassen. Diese variieren je nach Objekt und Gebäude. Dennoch kann man einige Schlussfolgerungen ziehen. Dies haben Andreas Burmester und Melanie Eibl in diesem Heft getan (S. 53). Zugleich bezieht in diesem Heft auch eine Gruppe von Restauratoren bedeutender Gemäldesammlungen Stellung zu den neuen Klimagrenzwerten, nachzulesen auf Seite 59.
<img style="margin: 5px;" src="fileadmin/user_upload/restauro/Blog_2013_Abb/NL-313_Editorial_3.jpg" alt="Feinstrahlmethode" width="540" height="412" />
<h6>Auch empfindliche Papiere und Pergamente lassen sich mit der sogenannten »weichen« Feinstrahlmethode reinigen. Als Strahlmittel kommen hier Weizenstärkepulver, Arbocel®-Cellulosefasern oder mikrokristalline Cellulose zum Einsatz.<br />Foto © Bert Jacek</h6>
 
Setzen wir aber noch einmal bei Felix Finkbeiner an: Er möchte die Welt mitbestimmen, in der er später lebt. Es sollte eine Welt sein, in der die Natur intakt ist. Darüber hinaus, so meine ich, sollte es auch eine Welt sein, in der wir uns unsere Kultur in all ihren Facetten und mit ihren historischen und aktuellen Zeugnissen bewahrt haben. Und dazu trägt nicht nur die Erhaltung von Touristen anziehenden Prestigeobjekten bei, sondern auch der Schutz von gewachsenen Stadtbildern mit ihren profanen Bauten oder von Alltagsgegenständen. Sehr schön deutlich macht dies übrigens in diesem Heft Ursula Schädler-Saub mit ihrem Beitrag über die Bauforschung, Restaurierung und Denkmalpflege in Venedig (S. 22).
 <img style="margin: 5px;" src="fileadmin/user_upload/restauro/Blog_2013_Abb/NL-313_Editorial_2.jpg" alt="Venedig" width="540" height="405" />
<h6>Ein geplanter Umbau des ehemaligen deutschen Handelshauses Fondaco die Tedeschi zu einem Einkaufszentrum sorgte unlängst für eine Debatte um den Umgang mit historischer Bausubstanz.<br />Foto © Ursula Schädler-Saub</h6>
<br />Insofern braucht es den Klimaschutz und den Kulturgüterschutz gleichermaßen nebeneinander. Beides schließt sich auch nicht aus. Beides wächst derzeit immer stärker zusammen. Auch benötigen wir eine motivierte Jugend, die sich für den Kulturgüterschutz ebenso erwärmt wie für den Umweltschutz. Daher wäre mein persönlicher Wunsch: Jedes <br />Kind sollte in seinem Leben nicht nur einen Baum gepflanzt haben. Es sollte auch an einem Projekt zum Kulturgüterschutz teilgehabt haben (S. 66). <br />Vielleicht gibt es in der Zukunft ja einen zweiten Felix, der ein ebenso unglaubliches -Projekt ins Leben ruft wie »Plant for the Planet« – nur mit dem Inhalt Kulturgüterschutz?
<img style="margin: 5px;" src="fileadmin/user_upload/restauro/Blog_2013_Abb/NL_313_Cover_Aufmacher.jpg" alt="Restauro 3/2013" width="697" height="340" />
 
<em> </em>
<em>Im aktuellen Heft berichten wir diesmal unter anderem auch über die Restaurierung eines <link blog/ein-leuchter-aus-schloss-lembeck.html>Rokoko-Leuchters aus Schloss Lembeck</link> und die <link blog/dekor-in-gold-und-seide.html>Fertigung von Posamenten</link> auf traditionelle Art und Weise. Weitere Themen finden Sie in der aktuellen <link aktuelles-heft.html>Restauro 3/2013</link>.</em>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Tue, 16 Apr 2013 00:00:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Dekor in Gold und Seide</title>
			<link>http://www.restauro.de/blog/dekor-in-gold-und-seide.html</link>
			<description>Sie sind nur ein Teil eines Gesamtkunstwerks, leisten jedoch einen wesentlichen Beitrag zum...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Sie sind nur ein Teil eines Gesamtkunstwerks, leisten jedoch einen wesentlichen Beitrag zum Raumeindruck. Posamente schmücken Textilien wie Kleidung, Polstermöbel, Lampenschirme oder Vorhänge. Sie haben dabei keine spezielle Funktion, sondern dienen allein der Verzierung.
Wie zahlreiche historische Reliefs und Wandgemälde zeigen, verzierten die Menschen bereits in der Antike in Assyrien, Ägypten oder China ihre Kleidung mit Quasten, Borten oder Fransen. In Europa entfaltete sich dieses Handwerk vor allem seit dem Mittelalter. In Italien, Süddeutschland oder Frankreich bildeten sich Zentren, in denen die Handwerker, sogenannte Posamentierer, ihrer Kunst nachgingen. Französischer Herkunft ist auch der Begriff »Posament«, der ursprünglich vor allem aus Metalldrähten gefertigte Textilien bezeichnete, beispielsweise Borten oder Tressen. Zu diesen Metallgewirken kamen später Kordeln und Quasten, denn diese wurden früher ebenfalls vorwiegend aus Metalldrähten gefertigt. Im ausgehenden Mittelalter und zu Beginn der Renaissance verzierte man auch Möbel und andere Gebrauchsgegenstände mit Posamenten. Sie schmückten Rüstungen, Geschirre und Sättel bei Turnieren und Ritterspielen. Schon damals verwendeten Posamentierer in wachsendem Maße Textilfasern für ihre Werke.
<h6><span style="font-size: small;"><img style="margin: 5px;" src="fileadmin/user_upload/restauro/Blog_2013_Abb/NL-313_Goldquaste_2.jpg" alt="Fassonspikat aus Goldschnürchen" width="540" height="360" /><br /></span></h6>
<h6>Die zweite Form erhielt ein »Fassonspikat« aus Goldschnürchen. Dieses wird mit einer Nadel auf die Form aufgestochen. <br />Foto © Christoph Michel</h6>
 
Spätestens seit dem 19. Jahrhundert zählt zu den Posamenten alles, was der Verzierung von Textilien dient, also Quasten, Zierbänder, Borten, Kordeln, Spitzen, Volants oder kunstvoll besponnene Zierknöpfe. In dieser Zeit erfährt das Handwerk auch seine Blütezeit, als viele Kleinst- und Familienbetriebe Posamente in Heimarbeit herstellten. <br />Mit der Industrialisierung verschwanden die kleinen Handwerksbetriebe. Heute fertigen in Deutschland  nur noch eine Hand voll Manufakturen Posamente nach traditioneller Art.
<img style="margin: 5px;" src="fileadmin/user_upload/restauro/Blog_2013_Abb/NL-313_Goldquaste_3.jpg" alt="Fransenbehang" width="540" height="360" />
<h6>Quasten bestehen grundsätzlich aus einem Fransenbehang (oder -rock) offener Fäden oder gedrehten Fransen. Die Goldfranse für die Potsdamer Quaste entstand auf dem Posamentierstuhl. <br />Foto © Christoph Michel</h6>
 
Eine dieser letzten Posamentenmanufakturen hat ihren Sitz in München. Noch heute fertigen dort Tobias Gattermann und seine Mitarbeiter auf historischen Geräten die unterschiedlichsten Posamente an. Eines seiner Arbeitsgeräte, ein sogenannter Posamentierstuhl, ist über hundert Jahre alt. Wie auf einem »normalen« Handwebstuhl entstehen darauf Borten. Der Posamentierstuhl ist nur um einiges kleiner, da er nur für schmale Webarbeiten bestimmt ist. In dieser Manufaktur entstand 2011 eine ganz besondere Quaste für das Neue Palais Potsdam, streng nach historischem Vorbild. Stellvertretend für andere lässt sich daher bei dieser Quaste die Techniken und Vorgehensweise nach althergebrachter Art zeigen, die im Folgenden beschrieben wird.
<img style="margin: 5px;" src="fileadmin/user_upload/restauro/Blog_2013_Abb/NL-313_Golquaste_1.jpg" alt="Zusammenfügen der Elemente" width="540" height="360" />
<h6>Zuletzt fügt der Posamentierer alle Elemente zusammen. <br />Foto © Christoph Michel</h6>
 
Die Quaste für das Neue Palais besteht im wesentlichen aus drei Abschnitten: einem zweiteiligen Quastenkopf und einem mehrschichtigen Quastenrock mit filigranen Blüten-Überstengeln. Die insgesamt zwölf verschiedenen Goldmaterialien – die Goldgespinnsten, der Goldlahn und die Goldschnürchen – wurden eigens für diese Quaste hergestellt. Die Auswahl und Beschaffung der Materialien übernahm die Firma Volker Illigmann.
Folgende Arbeitsschritte sind zur Herstellung einer Quaste notwendig :
1. Auflegen der Holzform mit Goldgespinnst<br />2. Aufstechen mit »Fassonspikat«<br />3. Der Quastenrock<br />4. Herstellen der Blüten, Schleifen und Halbmonde<br />5. Zusammenfügen der Einzelteile
 
<em>Mehr zu den einzelnen Arbeitsschritten lesen Sie in der aktuellen Restauro 3/13. Einen Überblick über alle Themen des Heftes, zum Beispiel die Restaurierung eines <link blog/ein-leuchter-aus-schloss-lembeck.html>Rokoko-Leuchters aus Schloss Lembeck</link>, sowie Bestellmöglichkeiten finden Sie <link aktuelles-heft.html>hier.</link></em>
<em>Die Bilder wurden freundlicherweise von dem Fotografen <link http://christoph-michel.com/>Christoph Michel </link>zur Verfügung gestellt. <br /></em>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Tue, 16 Apr 2013 00:00:00 +0200</pubDate>
			
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			<title>Ein Leuchter aus Schloss Lembeck</title>
			<link>http://www.restauro.de/blog/ein-leuchter-aus-schloss-lembeck.html</link>
			<description>Krieg und Vandalismus hinterlassen oft Spuren an Gebäuden und deren Ausstattung. Oft stellt sich...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Krieg und Vandalismus hinterlassen oft Spuren an Gebäuden und deren Ausstattung. Oft stellt sich für den Restaurator dann die Frage, ob, wie und womit er verlorene Teile ergänzen soll. So auch bei einem Rokoko-Kerzenleuchter auf Schloss Lembeck.
Im Schloss Lembeck, einem Wasserschloss bei Dorsten an der Grenze von nördlichem Ruhrgebiet und südlichem Münsterland, hängt schon seit mehreren Generationen ein prachtvoller Kerzenkronleuchter im Rokokostil. Dort ziert der Leuchter die Decke des großen Festsaals, der auch Schlaunscher Saal genannt wird. Der Kronleuchter hat, wie das Haus selbst, im 2. Weltkrieg durch Bomben und Vandalismus der Besatzer Schaden erlitten. Das genaue Ausmaß des damaligen Schadens lässt sich heute nicht mehr feststellen. Es ist jedoch davon auszugehen, dass neben der Bausubstanz auch zahlreiche Ausstattungsstücke beeinträchtigt wurden. Für die Jahre nach dem Krieg ist bekannt, dass der Kronleuchter während der 1960er-Jahre neu elektrifiziert wurde. Auch ist erkennbar, dass am Leuchter stellenweise einfache Ausbesserungen erfolgt sind, denn einige Bruchstellen sind geglättet und übermalt. 2012 erfolgte eine umfangreiche Restaurierung des Kronleuchters. Diese hatte das Ziel, den Leuchter zu konservieren und – wo möglich – ihm sein ursprüngliches Aussehen zurückzugeben, sodass der Leuchter wieder in voller Pracht erlebbar wird.
<img style="margin: 5px;" src="fileadmin/user_upload/restauro/Blog_2013_Abb/NL-313_Leuchter_1.jpg" alt="Ergänzungen Leuchter" width="540" height="501" />
<h6>Zahlreiche Spitzen fehlten und mussten daher ergänzt werden.<br />Foto © Willem van Dort/Patrick Damiaens</h6>
<br />Zwei Gründe gaben Anlass zu diesem Eingriff. Zum einen hatte sich die Nutzung des Schlaunscher Saales geändert. Der Saal sollte künftig auch für Hochzeitsfeste, Empfänge usw. dienen. Zum anderen – und dies war der wichtigere Grund – waren bereits zahlreiche Bestandteile des Kronleuchters zerfallen oder verloren gegangen, sodass bei weiteren Verlusten zu befürchten war, dass man keine Vorlagen mehr hätte, um bei einer späteren Restaurierung Teile zu rekonstruieren. Nachfolgend werden einige Faktoren beleuchtet, die den Restaurierungsprozess wesentlich bestimmt haben.
<img style="margin: 5px;" src="fileadmin/user_upload/restauro/Blog_2013_Abb/NL-313_Leuchter_2.jpg" alt="Restaurierungsarbeiten Leuchter" width="540" height="720" />
<h6>Bei den Ergänzungen arbeiteten Bildhauer und Restaurator Hand in Hand, um möglichst wenig in die Originalsubstanz einzugreifen.<br />Foto © Willem van Dort/Patrick Damiaens</h6>
 
Der zentrale Bestandteil des 1,5 m hohen Leuchters ist ein runder Ring mit sechs Armen. Dabei gliedert sich jeder Arm in drei weitere Einzelarme, die in je einem Kerzenträger enden. Insgesamt weist der Leuchter einen Durchmesser von 1,4 m auf. Am Mittelstück, bis 0,6 m oberhalb des Randes, ist der Kronleuchter mit einer raffinierten Reihe von kelchförmigen Ornamenten versehen, an der drei weitere Armen mit je einem Kerzenträger auf einer Armatur angebracht sind. 0,3 m höher folgt ein Block mit acht für den Rokoko-Stil sehr charakteristischen C-förmigen Elementen.
Das Spätbarock oder der Rokokostil sind gekennzeichnet durch Asymmetrie, Schnörkel, C-Formen und den häufigen Gebrauch von Akanthusblättern. Abbildung 6 zeigt, wie wirkungsvoll, elegant und verschiedenartig die Akanthusblätter im Rokokostil ausgeführt sind. Gleichzeitig ist deutlich zu erkennen, dass die freihängenden, dünnen Akanthusblätter sehr zart und empfindlich sind.
<img style="margin: 5px;" src="fileadmin/user_upload/restauro/Blog_2013_Abb/NL-313_Leuchter_3.jpg" alt="C-Elemente" width="540" height="415" />
<h6>Mit den neu ergänzten C-Elementen zeigt sich heute wieder die Überschwänglichkeit des Rokokos.<br />Foto © Photo Panko, Dilsen (B)</h6>
 
Durch extreme Gewalteinwirkung von außen, möglicherweise durch ein Abstürzen von der Decke, durch Kriegsgewalt oder Vandalismus, sind fast alle Arme mehr oder weniger verbogen. Zudem ist das Holz an den Biegestellen zerbrochen. Auch sind kleine und große Ornamentteile abgebrochen. Wohlmöglich sind im Verlauf der Zeit noch weitere Teile des beschädigten Holzes abgefallen. Bemerkenswert hierbei ist, dass kein einziges abgebrochenes Teil mehr vorhanden ist. Ebenso bemerkenswert ist, dass im oberen Bereich fünf C-Elemente und einen Arm völlig fehlten. Bei der Untersuchung des Leuchters im Hinblick auf frühere Restaurierungen zeigte sich, dass man sich bei früheren, nicht näher datierten Maßnahmen darauf beschränkt hat, Bruchstellen zu glätten und mit Bronzefarbe zu übermalen.
<img style="margin: 5px;" src="fileadmin/user_upload/restauro/Blog_2013_Abb/NL-313_Leuchter_4.jpg" alt="Leuchter" width="540" height="810" />
<h6>Insgesamt wurden 20 Einzelteile komplett neu angefertigt, unter anderem die Girlanden. Im Bild fehlt nur noch die Vergoldung.<br />Foto © Photo Panko, Dilsen (B)</h6>
 
<em><link http://www.patrickdamiaens.be/>Patrick Damiaens</link> ist Möbelrestaurator in Belgien. Seinen ganzen Bericht lesen Sie in der aktuellen <link http://www.callwey-shop.de/restauro-3-2013.html>Restauro 3/2013</link>, die in diesen Tagen erscheint und in welcher wir uns auch mit demThema der Fertigung von <link blog/dekor-in-gold-und-seide.html>Posamenten</link> nach traditioneller Art befassen.<br /></em>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Mon, 15 Apr 2013 10:52:00 +0200</pubDate>
			
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