23. November 2011 / Patricia Brozio
So war es in Köln - Rückblick auf die Exponatec
Letzte Woche, am 18. November, ist die Messe Exponatec in Köln zu Ende gegangen. An drei Tagen trafen sich dort Museumsleute aller Bereiche, auch der Restaurierung. Die Redaktion RESTAURO war mit dabei und hat auf Facebook ein Fotoalbum angelegt, sodass alle Daheimgebliebenen auch einen kleinen Eindruck der Messe erhalten können.
Laut Schlussbericht sind die Veranstalter mit den Besucherzahlen zufrieden. Rund 4000 Besucher seien angereist um die 247 Anbieter aus 17 Länder zu besuchen. Und auch das Rahmenprogramm sei auf großen Zuspruch gestoßen.
Foto: Vor dem Messegelände
Wie auch in den Jahren zuvor fand die Museumsmesse wieder parallel zur »Cologne Fine Art & Antiques« statt, die thematisch gut zur Exponatec passt – und zu der auch der Museumsfachmann gerne einen Abstecher wagt, denn hier präsentieren Galerien und Händler zahlreiche künstlerische Highlights.
Foto: Blick in die Cologne Fine Arts
Dem Bericht der Messe zufolge habe sich der Anteil an Besuchern aus dem Ausland im Vergleich zur Vorveranstaltung verdoppelt und liegt 2011 bei 30 Prozent. Gefühlt allerdings war die Messe dieses Jahr weniger besucht als 2009, was auch an der räumlichen Verteilung von Veranstaltungsräumen und Ausstellungshalle gelegen haben mag. Beides lag relativ weit auseinander, getrennt durch die Messe »Cologne Fine Arts & Antiques«, die erst ab 12 Uhr ihre Tore öffnete, sodass die Besucher der »Exonatec« und der Fachveranstaltungen vormittags dazu gezwungen waren, bei kaltem Wetter um die Messehalle außen herum zu laufen, um die Räumlichkeit zu wechseln.
Trotz dieser Widrigkeiten war das Fachprogramm ansprechend. Der VDR lud zur spannenden Tagung »Die Vergänglichkeit des Materials«, die Deutsche Stiftung Denkmalschutz lud gemeinsam mit Europa Nostra und der Deutschen Burgenvereinigung zu einem Denkmalkolloquium und die Fachhochschule Köln veranstaltete ihre Diplom-und Mastervorträge. Zudem war die Hochschule übrigens wieder mit einer Sonderfläche vertreten, auf der Studierende ihren Fachbereich live an verschiedenen Objekten veranschaulichten. So fertigten Studierende der Textilrestaurierung vor dem Augen der Besucher beispielsweise Figurinen und Studierende der Papierrestaurierung zeigten ein spezielles Reinigungsverfahren.
Neben diesen konservatorischen Gesichtspunkten bot die Messe selbstverständlich auch aus den anderen musealen Kernbereichen einiges. Auf der Sonderfläche EXPOCASE waren frische Ideen zur Ausstellungsgestaltung, interaktiven Wissensvermittlung und Szenografie zu sehen. Und auch das Thema Sicherheit stand auf dem Programm.
Letzten Endes konnte so jeder Besucher Anregungen für den beruflichen Alltag mit nach Hause nehmen. Auf ein Wiedersehen in zwei Jahren!



