14. November 2011 / Patricia Brozio
Lebendige Bibliotheken erhalten
Der Wissenschaftlichen Stadtbibliothek Mainz drohte die Auflösung. Das war einem Artikel der FAZ vom 28.10. 2011 zu entnehmen.
Um Kosten einzusparen war ursprünglich angedacht, das denkmalgeschützte Bibliotheksgebäude zu verkaufen und die dort beherbergten Bestände aufzuteilen. Im FAZ-Artikel hieß es: »Unstrittig ist, dass sich die zusammen mit dem Stadtarchiv im Haus Rheinallee 3B untergebrachte Bibliothek auf einer Streichliste befindet, über die von den drei im Ampelbündnis vereinten Fraktionen von SPD, Grünen und FDP im kleinen Kreis verhandelt wird. Bis Ende des Jahres muss die Koalition dem Land erklären, wie die Stadt Mainz fortan ihr Haushaltsdefizit um jährlich 12,7Millionen Euro verringern will; nur wenn dies gelingt, hat man die Chance vom rheinland-pfälzischen Entschuldungsfonds zu profitieren, mit dessen Hilfe sich in den nächsten Jahren die derzeit rund eine Milliarde Euro betragende Verschuldung der Kommune im Idealfall um mehr als 400 Millionen Euro reduzieren ließe.«
Die Ampelkoalition hat sich nun darauf geeinigt, das bisherige Gebäude zu sanieren. Die Bestände bleiben somit zusammen und weiterhin zugänglich. Jedoch sollen künftig einige Dienstleistungen entfallen und Stellen gestrichen beziehungsweise nicht neu besetzt werden. Eine »lebendige Bibliothek« gäbe es dann nicht mehr.
Diesem Verlust muss entgegengewirkt werden. Daher ist eine Onlinepetition erstellt worden, die Sie unterstützen können. Am 14. Dezember entscheidet dann der Stadtrat über das Sparpaket.
4284 Unterstützer haben die Petition bereits unterschrieben, darunter auch RESTAURO. Bitte helfen auch Sie mit, die finanziellen, personellen und organisatorischen Voraussetzungen zu erhalten. Nur so kann dieses »Schatzhaus des Geistes« weiterhin wertvolle regionale und überregionale Bestände erhalten, erschließen und erwerben.
Jeder einzelne Eintrag zählt!


