26. Januar 2012 / Maria Siegmantel
Beschränkungen für Kreuzfahrtschiffe?
Nach dem tragischen Unglück der Costa Concordia am 13. Januar 2012 verlangt die UNESCO strengere Regeln für die Kreuzfahrt in Italien. In einem Brief an den italienischen Umweltminister sprach die UNESCO ihr Beileid über die Opfer der Katastrophe aus und forderte ferner die italienische Regierung auf, für große Kreuzfahrtschiffe den Zugang zu kulturell und ökologisch wertvollen Gebieten zu beschränken. Der Unfall sei generell Anlass, über die Risiken nachzudenken, die große Kreuzfahrtschiffe für UNESCO-Kulturstätten bergen. Besonders die Lagune von Venedig, die jährlich von etwa 300 großen Kreuzfahrtschiffen besucht wird, steht im Blickpunkt. Der Wellengang, den die Luxusliner beim Vorüberfahren verursachen, belastet die empfindlichen Fundamente der Gebäude. Auch die Umweltverschmutzung und die Beeinflussung des historischen Stadtbildes durch die Kreuzfahrtschiffe wird bemängelt.


